Vor dem Aufbruch

Neue Zeiten, andere Zeiten, das Leben liegt vor uns. Nehmen wir uns doch einen Moment Zeit – und brechen dann auf.

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Sommerferien in den 80ern. Das alte Schuljahr abgehakt. Das neue Schuljahr unendlich weit weg. Hatte ich im Juni noch lange Haare, waren sie im September kurz. Hatte ich im Juni noch zu jeder Gelegenheit Brause getrunken, wollte ich im September nur noch Leitungswasser. Heute noch mit Barbie gespielt, zwei Monate später ein Teenager. Die Sommerferien waren die Zeit der Veränderung. Man ist gewachsen, hat im Urlaub neue Leute kennengelernt, neue Bücher entdeckt, andere Kulturen erlebt. Den September habe ich immer als Aufbruch in etwas Neues erlebt. Stets war es ein innerer und auch äußerer Aufbruch. Bis heute erlebe ich im September eine gewisse Aufbruchstimmung. Ich glaube, dass jedem Aufbruch ein paar Fragen vorausgehen sollten: Woher komme ich? Wie sehe ich mich? Was macht mich aus? Was ist mir wichtig? Im Aufbruch liegt das Risiko, sich zu verlieren. Als Teenager oder junger Mensch sicherlich die größte Gefahr. Da ist der Boden noch wackelig, auf dem man steht. Aber es ist wichtig, immer wieder aufzubrechen, sich selbst zu erneuern und damit sein Leben zu bereichern. Mir hilft bei diesen Aufbrüchen mein Glaube an Gott, denn er gibt mir einen festen Boden, auch wenn ich viele Fragen haben. Ich sage mir: Gott steht zu mir, liebt mich, hat Gutes mit mir im Sinn. Dann kann ich losgehen, das ist für mich die beste Vorbereitung zum Aufbruch.