Work:Life
Ach, die viele Arbeit. Wäre da doch mehr Freizeit? Sind Arbeit und Freizeit ein Miteinander oder schließen sie sich aus?
Ach, die viele Arbeit. Wäre da doch mehr Freizeit? Sind Arbeit und Freizeit ein Miteinander oder schließen sie sich aus?
„Work-Life-Balance“. Ganz ehrlich, ich halte dieses Wort für völlig ungeeignet.
Jaja, ich weiß schon, man soll einen guten Einklang zwischen Arbeit und Leben finden. Aber allein da hinkt ja schon der Vergleich. Unsere Arbeit ist Teil unseres Lebens. Gott hat den Menschen Arbeit geschenkt, damit sie sich versorgen können. Was früher auf dem Feld geschah, das passiert heute im Büro, im Handwerksbetrieb, an der Hochschule, wo auch immer. Fakt ist: Arbeit ist wichtig. Zum einen, weil ich damit Geld verdiene, um mir Essen zu kaufen und wohnen zu können, und zum anderen, weil durch meine Abgaben auf dem Gehaltszettel auch andere unterstützt werden. Menschen, die nicht arbeiten oder mit ihrer Arbeit zu wenig Geld verdienen können.
Arbeit ist also auch sozial – zumindest in Deutschland. Arbeit ist von Gott geschenkt. Gott schenkt mir eine Tätigkeit, die sogar wichtig für uns als Gesellschaft ist.
Familie und Freizeit verdienen Zeit. Arbeit braucht Zeit. Das alles gehört für mich aber zusammen. Eine „Work-Life-Balance“, wie sie in aller Munde ist, braucht es meiner Meinung nach nicht. Es braucht vielmehr eine innere Dankbarkeit dafür, dass ich arbeiten gehen darf und Arbeit habe.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen
Mich hat mal erstaunt, dass zum Thema Arbeit sehr wenig in der Bibel steht (Wobei natürlich „wenig“ im Vergleich zu sehen ist.).
Bei meinen Eltern war Arbeiten und Menschsein kein Unterschied. Sie arbeiteten einfach und waren dabei das, was die Arbeit erfordert. Es war ein Konzept, das uns Kinder vernachlässigte (ohne dass wir es merkten, denn es war ja so und so soll man ja als Erwachsener werden).
Jesus wird auch nicht als jemand hingestellt, der arbeitete, vielleicht kommt daher eine andere Fokussierung. Jesus Nachfolge: Folge ich ihm in seinem Sein als Zimmermann nach oder als jemand der durch Worte (und Wunder) viel bewirkt? Es ist eine Verführung dahinter mit Worten-Taten viel bewirken zu wollen, wie eben unser Jesus es tat.
Leuten, die sich als «Jesus-Nachfolger» bezeichnen, möchte ich gerne die Warnung geben, dass das bei den Jüngern eine ganz bestimmte Bereitschaft erforderte, fürs «Meinung machen im religiösen Volk» evtl. den Verfolgungs-Tod auf sich nehmen zu müssen.
Deshalb werden auch so seichte Inhalte gepredigt, damit alles «sicher» bleibt. Wenn es nicht «seicht» ist, dann besteht aber auch die Gefahr, dass es auch noch falsch sein kann oder Verführung, — dann lieber seicht (was man auch als behutsam werten kann).