Zeit für ?

Was für Zeiten?! Ja, in welcher Zeit leben wir eigentlich? Gedanken, die auch auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg eine Rolle spielen.

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Viel zitiert. Weil schön und berührend. Das trifft auf den Text zu, der am kommenden Sonntag im Mittelpunkt des Abschlussgottesdienstes des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Nürnberg steht. Es ist ein Text aus dem Buch Prediger der Bibel. Der große König Salomo ließ im 3 Jahrhundert vor Christus seine Lebensweisheiten aufschreiben. Unter anderem schrieb er, dass alles im Leben seine Zeit hat, so zum Beispiel: Lachen und Weinen. Gebären und Sterben. Töten und Heilen. Bauen und Einreißen. Krieg und Frieden. Es klingt so tröstlich. Es klingt fast so, als müsste ich das so hinnehmen. Kann man eh nichts tun… Doch so lese und höre ich das nicht. Es ist vielmehr eine Aufforderung genau hinzuschauen. Was ist jetzt an der Zeit! Und dann zu überlegen und Verantwortung zu übernehmen, für das, was ich tun kann in diesen Zeiten. Und hier wird mein Glaube besonders gefragt, denn er hilft mir, mich in diesen Zeiten zu orientieren. Halt zu finden, weil Gott außerhalb dieser Zeit steht. Stets Fels in der Brandung ist. Weil glauben, vertrauen heißt, dass es morgen schon wieder ein besseres Morgen geben kann. Weil Glaube Hoffnung schenkt. Was braucht diese Zeit? Was brauche ich in dieser Zeit? Was kann mir Gott in dieser Zeit sein? Dann fragt der altersweise König Salomo und das können auch die Fragen meiner Zeit sein.