Zweiter Start
Rund zwei Wochen halten unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr durch, dann verabschieden sie sich. Und jetzt? War’s das mal wieder?
Rund zwei Wochen halten unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr durch, dann verabschieden sie sich. Und jetzt? War’s das mal wieder?
Langsam sehen wir die Ziellinie: Rund zwei Wochen nach Neujahr verabschieden sich unsere guten Neujahrsvorsätze langsam, aber sicher in den Jahresschlaf, um nächstes Silvester wieder aufzuerstehen. Sagt die Statistik. Nichts gegen Rituale, aber warum geben wir uns diesen Schwachsinn jedes Jahr? Nehmen uns wahnsinnig fest was vor, wovon wir wissen, dass es eh nichts wird. Und wenn wir es dann knicken, reden wir es uns mit fadenscheinigen Argumenten schön, die wir uns nicht glauben, was noch mehr frustriert. Haben wir ja geschickt eingefädelt. Geht’s nicht anders? Je konkreter ein Ziel ist und je überschaubarer der Zeitraum, es zu erreichen, desto größer die Chance, es zu schaffen und dann weiter durchzuziehen, weiß die Psychologie. Wie wäre es also heute mit einem zweiten Start? Konkret und machbar? Und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Gott, der mich geschaffen hat, so sehr will, dass es mir gut geht. Und ich Veränderungen in meinem Leben nicht alleine angehen muss.
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Die guten Vorsätze sind Selbstoptimierung oder die Optimierung meiner Lebensumstände. Auf Gott vertrauen, ist in gewisser Weise auch Selbstoptimierung aber mit dem ganz versteckten Beiglauben: Vertraust Du nicht gut (gottgefällig mit Demut und dergleichen), so wird’s damit auch nichts. Es gibt diesen Satz: «Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.» Meine Mutter (eher das Gegenteil von gläubig), sagte mir diesen Satz oft.
Passend zum Beitrag würde der Satz heissen: «Setze Deine Ziele im Sinne von Gott, dann hilft Dir Gott». Setzt Du Deine Ziele an Gott vorbei, was passiert dann? Ich vermute, dass Gott dann in 2 Kategorien unterscheidet: Ah interessant, was dieser Mensch jetzt macht, mal sehen, was er macht und dann helfe ich ihm bei seiner neuen Sache. Oder: Oh Scheisse, was macht der Idiot da, den muss ich zurückholen, damit er nicht in sein eigenes Unglück rennt. Oder: Lass ihn mal machen, an seinen Früchten werde ich ihn erkennen. Oder: Hätte er auf mich gehört, würde er nicht in diesen Schlamassel rennen. Oder: Er ist mein Kind, egal was er/sie macht, ich biege das hin, auch wenn er/sie sein Leben verbiegt. Meine Meinung: Gott und sein ganzes Umfeld (Gott, Jesus, Hl. Geist, Engel, Geister, Teufel, Bibel, Mitmenschen, Vorgesetzte, Freunde) insgesamt angemessen ernst zu nehmen und sich dann erst ein Urteil erlauben, was Gott-geführt und Gott-gewollt ist.