Alles gut
So schön, wenn alles gut ist. Aber, wann ist schon alles gut? Paulus hat da seine Meinung und die ist recht schlicht, auch wenn es erstmal gar nicht danach klingt. Gut, dass das Psalmgebet von zeitloser Schlichtheit ist.
So schön, wenn alles gut ist. Aber, wann ist schon alles gut? Paulus hat da seine Meinung und die ist recht schlicht, auch wenn es erstmal gar nicht danach klingt. Gut, dass das Psalmgebet von zeitloser Schlichtheit ist.
Sie haben gerade einen langen Text gehört. Ein Gedankengang mit nicht ganz einfachen Worten und Vorstellungen. Ich habe damit durchaus meine Mühe und schalte unter Umständen relativ schnell ab. Ich denke „was für eine Litanei?!“. Immer diese Weilsätze und endlos aufeinander aufbauende Gedanken. Wenn man da eine Schlussfolgerung nicht mitgeht oder mitgehen kann, oder kurz ausschert ist es wie beim Domino oder Jenga – das schöne Gedankengebäude kracht zusammen. Man kommt nicht mehr mit.
Ich versuche dann manchmal, den einen Gedanken zu finden, der einen solch langen Abschnitt gut zusammenfasst. Wo ist die Hauptsache? Was war oder ist denn jetzt das Wesentliche? Das, an dem kann ich mich festhalten kann? Oder vielleicht auch Sie …? —
Ich meine, man könnte den langen Text schlicht so zusammenfassen: Jesus Christus hat alles geregelt. Alles ok für dich (oder mich) im Himmel und auf Erden.
Es ist alles ok. Jesus hats geregelt.
Wenn ich mich also frage, ob Gott mit dir zufrieden ist? Oder ich nicht so recht weiß wo ich herkomme und wo ich nach meinem Leben hier auf dieser Erde hingehe – Jesus hat das für mich geregelt. Wenn ich mich manchmal frage, ob mein Leben einen Sinn hat, oder ob von mir etwas erwartet wird oder ob ich so ok bin wie ich bin – Jesus hat es geregelt.
Und in diesem Text wird dann genauer erörtert und erläutert wie er das gemacht hat und wie das im Endeffekt funktioniert. Und was für Voraussetzungen gelten und was wie passieren muss, damit er das hinkriegt. Aber am Ende läuft es auf den einen Satz hinaus: Jesus hat es geregelt für dich, für mich. Und es funktioniert.
Mir ist ein Gespräch eingefallen, das ich mal mit meinem Vater hatte. Irgendwie sind wir auf schwierigere theologische Fragen gekommen. Irgendwann meinte er dann, dass er gar nicht wissen müsse, wie genau das funktioniert. Das sei wie bei einem Computer, der müsse halt funktionieren. Wie genau das geht, ist nicht so wichtig. Auf meine Frage, ob ihn denn die Details nicht interessieren, meinte er, nein. Du, also ich müsse das ja schon wissen, ich sei schließlich der Theologe, aber er können sich da zurücklehnen und auf mich verlassen.
Ob Sie das auch so sehen? Oder ob Sie genau wissen wollen, was am Anfang war und wie das ist mit Jesus Christus, und uns Menschen und wie genau das mit der Erlösung funktioniert. Was war zuerst, was war danach, wie kommt das eine zum anderen und was mit dem Siegel gemeint ist und mit dem Heiligen Geist und dem Blut?
Für Menschen, die in der Coronazeit auf Intensivstation gelegen haben und die knapp überlebt haben, war am Ende nicht wichtig, wie genau sie an welche Apparate angeschlossen waren, welche Medikamente sie bekommen haben und wie lange es gedauert hat – Hauptsache, es hat geklappt und sie leben noch. Danke an alle, die daran mitgeholfen haben.
Möglicherweise lassen Sie sich einladen und ich sage schlicht: es funktioniert. Jesus Christus hat uns den Himmel bis in alle Ewigkeit geöffnet. Wenn wir wollen. Punkt.
Wie genau? Nun ja, das kann man lange erklären oder auch kurz, sehr gründlich oder auch salopp. Es kommt aufs Selbe heraus: es funktioniert. So denke ich das zumindest.
Vielleicht müsste man noch eine zweite Sache ergänzen, die für viele Leute nicht selbstverständlich ist: Gott ist ein Guter. Und zwar ein absolut Guter. Pro Mensch! Pro Schöpfung! Und zwar nicht nur vom Verstand her, sondern auch emotional. Gott ist für Dich und nicht gegen Dich!
Manche sehen in Gott ja einen Strafenden. Oder einen Richter, dem letztlich egal ist, wie es uns mit ihm geht. Oder einen Allherrscher, der nur Schwarz und Weiß, oder Gut und Böse kennt. Wer nicht für ihn ist, ist gegen ihn. Und am Ende verloren. Vielleicht reden manche von Gott auch nur wie von einem universalen Prinzip.
Die Bibel und unser Abschnitt zeigen uns etwas anderes: Gott ist gut und er ist auf Deiner, auf unserer Seite. Nicht in einem völlig blinden Verständnis dafür, was wir sind oder wie wir uns in dieser Welt benehmen. Eher wie ein guter Freund, der uns nie die Freundschaft kündigt, aber zu uns hält, uns aber auch immer die Wahrheit sagt. Und durchaus darum ringt, dass wir in eine gute Spur kommen. Gut unterwegs sind. In unserem Leben. Bis in alle Ewigkeit.
Gott ist gut. Jesus hat es für dich geregelt. Alles ok. Das möge ihnen helfen, Kraft geben, Sie entspannt zurücklehnen lassen, Sie in die Höhe heben oder am Boden halten. Wie immer es gut ist für Sie. Gott segne Sie.
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