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„Highway to Hell“ von der Gruppe AC/DC dröhnt über die Dächer der Stadt hinweg bis auf meinen Balkon. Ich höre die Menge johlen und die Bässe dröhnen. Wahnsinn! (Und genauso neulich in der Oper – eine Wahnsinnsinszenierung. Das Publikum völlig aus dem Häuschen. Sowohl das ältere, als auch das jüngere Publikum.) Ganz gleich ob Rock, Pop oder Klassik: Musik und die passende Performance können Menschenmassen begeistern. Da bebt dann das Innere mit. Da werden unzählige Glückshormone ausgeschüttet. Da hält die Begeisterung noch Stunden danach an. Ein bisschen so stell ich es mir vor, als Jesus mal mit seinen Freunden auf einen Berg gegangen ist und ihm regelrecht die Massen gefolgt sind. Vielleicht 5000 Mann, dazu Frauen und Kinder. Erzählt die Bibel. Wahrscheinlich auch Wahnsinnstimmung. Sie wollten hören, was Jesus zu sagen hatte. Hatten gehört, dass er heilen kann, Menschen hilft und keine Berührungsängste hat. Was so einer wohl zu sagen hat? Das hat die Menschen angezogen und schwer begeistert. Dabei ist Jesu Botschaft recht einfach: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und dazu bist du auch fähig, weil Gott dich zuerst geliebt hat. Kann einen begeistern. Anhaltend.












Highway to Hell, wer grölt mit und warum?
Der Beitrag baut diese grosse-grosse Spannung auf. Hier die Menschenmassen, die im Bereich des „Schlechten“ unterwegs sind und angeblich alle grölen, dass sie in die Hölle wollen. Und dort die „ganz Tollen“, die Jesus folgen. Das Gute braucht hier verbal das Böse, um sich besonders gut, als lockende Alternative zum Schlechten darstellen zu können.
Ich versuche eine Perspektive einzunehmen des Gegenübers. Die meisten Leute, die bei so einem Rock-Konzert mitgrölen glauben (ich spekuliere hier leider notgedrungen): Es gibt weder Himmel und Hölle, sondern nur das Gedankengut darüber.
Die Vorstellungen von der Hölle setzt eindeutig die gesamte christlich Szene und die Bibel in das „Spiel des Lebens“ ein. Wir bringen mit Frohbotschaft gleichzeitig die Drohbotschaft mit (wie so nebenbei). Konkret: Wird jemand gläubig, gibt es fast überhaupt keine Christen-Szene, die das andere, was eben noch in der Bibel steht, negiert. Das Wort „negiert“, ist hier ein kompliziertes Wort. Der Christ hat folgendes Problem: Würde er gewisse Sachen einfach als ungültig erklären, wäre die Sachlage viel viel komplizierter. Wertet er/sie als Christ als strenger Richter, was richtig und falsch mit Hilfe der Bibel transportiert wird, so ist er/sie ein Hochmütiger/eine Hochmütige und da gibt es ganz vernichtende Verse, die so was extrem scharf angehen als Vergehen, das dann eben zum „Verlust des Ewigen Lebens“ führen würde.
In der Praxis läuft es in moderneren uns lieblichen Gemeinden (christlichen Gemeinden und Gottesdiensten) so, dass das Problematische und das „Schreckliche“ in Liedern und gemässigten Predigten einfach nicht vorkommt. Die Leitung und der Pastor entscheiden, was man den Leuten zumuten kann (und womit sie auch selbst im Sattel bleiben). Das ist definitiv Auslese. Nur nach welchen Kriterien läuft das wieder ab? Auch Mainstraem? Auch Zeitgeist?
Gut wir kennen das vom täglichen Leben. Ein bestimmtes Verhalten am Arbeitsplatz oder gegenüber Nachbarn kann zum Abschuss führen oder zum Dauerstreit. In der Schweiz ist man mit Worten vorsichtiger als in Deutschland, habe ich gemerkt und das ist eine gute Kultur (Grund-Kultur). Aber hinter vorsichten Worten kann man sich auch verstecken. Also: Aufs Herz kommts an. Aber was bedeutet „Herz“? Herz ist ein tief verankerter guter Charakter-Anteil im Menschen, der Gott die lieblich schmeckende Ehre gibt.