Hoffnung? Ja schon! Aber worauf?
Wenn das Hoffen besonders schwer fällt, sind kluge Sätze meist fehl am Platz.
Wenn das Hoffen besonders schwer fällt, sind kluge Sätze meist fehl am Platz.
„Wird schon wieder! Kopf hoch!“ Höre ich oft während meiner Krankheitszeit. Gut gemeint. Der Spruch soll mich aufmuntern und Hoffnung machen. Und ja- Hoffnung ist wichtig. Sie ist wie ein Anker. In stürmischen Zeiten brauchen wir etwas, das uns hält. Aber ein Anker bringt nur was, wenn er festen Grund findet. „Wird schon wieder“ – das klingt nett, trägt aber nicht weit, wenn das Leben kracht. Die Frage ist also: Worauf setze ich meine Hoffnung? Darauf, dass alles gut wird? Die Krankheit verschwindet? Die zerbrochene Ehe heilt? Der Traumjob kommt? Und was, wenn nicht? In der Bibel heißt es: „Diese Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker der Seele.“ (Hebräer 6,19) Gemeint ist die Hoffnung auf Gott. Einen Gott, der uns nicht verlässt, wenn alles wankt. Selbst dann nicht, wenn Wünsche eben nicht in Erfüllung gehen. Diese Hoffnung ist mehr als Optimismus. Sie ist tragfähig. Gerade dann, wenn es eben „nicht wieder wird“.
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