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Die ersten sammeln sich schon wieder. Ein großer Vogelschwarm hebt auf dem Stoppelfeld immer wieder ab. Hoch und runter, hin und her. Ständig ändern sie ihre Richtung. Ich staune wie das geht. Warum stoßen sie nicht zusammen? Und wer führt diesen Schwarm auf so geniale Weise an? Forscher haben inzwischen rausgefunden: niemand. Es funktioniert, weil jedes einzelne Tier auf seinen direkten Nachbarn reagiert. So kann der Schwarm als Ganzes agieren. Ziemlich faszinierend, finde ich. Denn wie oft liegt die Hoffnung und so viel Druck auf einer einzelnen Person: der neue Minister, die neue Trainerin, ein neuer Leiter in der Kirche. Jetzt muss endlich alles besser werden! Oft reicht das nur nicht. Frust und Enttäuschung werden dann groß. Ich merk mir vom Schwarm: Alle müssen mit. Auf den anderen schauen, dasselbe Ziel anpeilen. Klappt nur, wenn alle mitgenommen werden und sich mitnehmen lassen. In der Bibel ist immer wieder davon die Rede, dass Menschen vom „gleichen Geist“ bewegt sind. Dafür kann man viel tun. Reden, aufeinander hören, sich zuhören. Fragen, was den anderen bewegt. Manchmal auch: einfach anfangen. Vielleicht der erste sein, der auf seinen Nebenmann reagiert. Und plötzlich wird ein ganzer Schwarm draus.

Andreas Malessa











Cooler Gedanke!