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Meine kleine Nachbarin hat ein winziges Herz aus Sommersprossen auf ihrer Wange, ein kleinwenig unterhalb ihres Auges. Das sieht nicht nur niedlich aus, da hat sich die Natur etwas sehr Rührendes ausgedacht: Denn meine kleine Nachbarin kam mit einem Herzfehler zur Welt. Bange Wochen für die Eltern und immer wieder hoffen. Ihr Sommersprossenherz strahlt dem entgegen Lebensfreude aus, dass es Hoffnung gibt in größter Not. Ein schöner Zufall der Natur, vielleicht auch ein Gruß von Gott. Der Kraft, die alles geschaffen hat. Ein Gruß, der sagen möchte: „Auch wenn es nicht so läuft im Leben, wenn da Krankheit ist, wenn da Schmerzen sind, wenn du Angst und Sorgen hast – ich bin bei dir. Du bist nicht allein, ganz gleich was kommt.“ Ich freu mich, wenn ich meine kleine Nachbarin durch die Straße flitzen sehe. Sie erinnert mich auch immer wieder daran, dass ich mich umschaue, wo Gott mir ein Sommersprossenherz schickt, einen Gruß, der Hoffnung macht und mit zeigt, dass ich nicht allein mit allem fertig werden muss. Ich glaube, den gibt es.

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