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Es gibt ja für vieles im Leben nicht wirklich einen Probelauf. Zum Beispiel wie es ist, Eltern zu werden. Klar, manches kann nicht eins zu eins geübt werden, aber oft reichen schon ein bisschen mehr Vorwissen und Gespräche, um besser mit Herausforderungen oder Lebensaufgaben umgehen zu können. Zum Thema: Vergebung bzw. Versöhnung hätte ich da einen Tipp. Ein Gottesdienstbesuch, gerne mit der Feier des Abendmahls. Hier gibt es Beispielgeschichten von Versöhnung und wie Gott Fehler und Versagen vergibt. Immer und immer wieder. Nicht, dass ICH immer so vergeben kann und müsste, aber das zu hören, das macht mich versöhnlicher. In einem kleinen Stück Brot und einem kleinen Becher Saft, kann ich Versöhnung sehen und schmecken. Gott ist bei mir, in meinem Kummer und Schmerz und macht mir bewusst: Ich bin mit dir versöhnt, wo möchtest du Versöhnung wagen? Nicht als Verpflichtung, als Angebot, als vielleicht nächsten Schritt, den ich jetzt mit mehr Mut angehen kann, weil er auch mir guttut. Ein Versöhnungs-Probelauf, den ich immer wieder wagen kann.

Foto: (c) radio m
Foto: radio m, Anja Kieser 










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