Alles geregelt?

Es gibt unschöne Themen. Aber wichtige. Das ist eins davon.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ja, das Sterben ist ein grosses Thema für sich.
    Gestern sah ich einen Film über inhaftierte Häftlinge in C-h_i. Wegen wirklich ganz banaler Freiheitsrechte, die der Parrteii–fühhrung nicht passten, wurde gefoltert, inhaftiert und der Wille gebrochen. Ein Häftling kam nach jahrelangen Qualen raus, starb aber dann an den Verletzungen, die man ihm im Gefängnis zugefügt wurden. Folter-Opfer haben danach ständig grauenhafte Erinnerungen zu verarbeiten. Die meisten wurden zu Tode gefoltert. Der Beitrag geht nicht von solchen Hammer-Geschichten aus. Aber was ich mich fragte beim Ansehen: Warum will man nicht sterben oder warum sollte man nicht sterben wollen, sobald man gefoltert wird. Und unser Leben, das uns zwingt es als Mühsal zu sehen, ist ja auch so, dass man sich manchmal fragt: Sollte ich nicht lieber sterben, als diesen Mist mit durchmachen?
    Und der Wunsch, dass man stirbt (langsam stirbt) ist ja auch so ein Thema.
    Ich persönlich habe einen Vertrag gemacht, wer in welchen Fällen zuständig ist. Meine Partnerin oder meine Tochter oder sonst wer in der Familie (oder Freunde). Diese notwendige Arbeit mit einer Zeit des „langsam Sterbens“ zu verknüpfen, ist nicht sinnvoll. Ein Grundgerüst kann man vorher organisieren, was so was ähnliches wie ein Testament ist. Man kann vorher drüber reden, wer später für das oder jenes zuständig sein will und wird.

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Früher – also vor 1000 Jahren und noch länger zurück – haben sich die Leute einen langsamen Tod gewünscht. Habe ich kürzlich bei einer Dombesichtigung gelernt. Langsam sterben? Der Grund dafür liegt darin , dass die Menschen noch Zeit haben wollten, ihre Sachen zu regeln. Wer kümmert sich um wen? Wer übernimmt den Hof oder das Geschäft? Was passiert mit dem zurückgelegten Geld? Mit den Schulden oder anderen Verpflichtungen? Klingt nicht wirklich nach Mittelalter. Heute kommen noch ein paar Gedanken über den Insta- und facebook-Account dazu und es gibt Worte wie Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht und Testament. Früher war das übrigens so: In den Kirchen oder mal da und dort im Ort, war ein Bild des Heiligen Christopherus zu sehen, der den kleinen Jesus auf seiner Schulter hatte. Der Brauch sagte: Wer dieses Bild sieht, wird an diesem Tag nicht den schnellen Tod sterben. Große Erleichterung. Man hatte also noch Zeit, die Dinge zu regeln. Auf die lange Bank, sollte man diese Dinge allerdings nicht schieben.