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Frohe Weihnachten! Schön wärs, denken vielleicht manche von euch, die sich gerade auf der Autobahn quälen, von Opa zur Schwiegermutter. Oder wieder zurück. Familientreffen sind nicht immer einfach. Manches, was dort gesagt oder passiert ist, hallt noch lange nach. Ganz unterschiedliche Persönlichkeiten prallen aufeinander, manch einer fühlt sich kommentiert oder kritisch beguckt. Dabei geht’s heute doch eigentlich um Jesus! Um die gemeinsame Freude über seine Geburt und die Tatsache, dass Gott ein echter Mensch geworden ist. Und was für einer! Jesus war gern in Gesellschaft, hat noch lieber gefeiert und sich für jeden interessiert. Egal ob Mann, Frau oder Kind. Bei ihm durfte jeder sein, wie er eben war. Wo Lebenswege offensichtlich ungewöhnlich oder schief waren, hat er nicht betreten weggeschaut. Sondern interessiert nachgefragt und zugehört. Als Gott, der uns innig liebt. Für den wir seine Familie sind. Und gleichzeitig als Mensch, der einfach neben einem sitzt und fragt: Magst noch was trinken? Oder lieber ne Runde raus? Diesen Gott feiere ich heute.

Foto: (c) Giesekus privat
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Man muss es vielleicht auch mal so betrachten: Was wäre, wenn wir Jesus nicht hätten: Wir hätten die alttestamentliche Religion übernehmen können. Aber was hätten wir dann? Wir hätten ein Regelwerk mit Beschneidung der Männer und Reinheitsgeboten für die Frau. Bei einer Busfahrt kam mal das Thema auf, ob diese Wartezeit nach der Menstruation sexfreundlich oder sexfeindlich (oder vermehrungs-clever) war und ist. Meine Betrachtungsweise war: Fällt die Zeit nach der Wartezeit in die Fruchtbarkeitsphase der Frau (in der der Eisprung der Frau eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat) oder fällt sie in eine Zeit in der die Frau noch verlässlich unfruchtbar ist. Ich fragte mehrere Frauen im Bus. Die Frauen waren von dieser Frage richtig betröppelt und ärgerten sich, dass ein Mann (ich) sich über die Fruchtbarkeit der Frauen Gedanken macht. Für mich war es aber eine religiöse Frage. Die Religionsgemeinschaft tut so aus, dass es eine Gottesvorschrift ist, diese Reinheitsgebote einzuhalten. Hier werden Verknüpfungen von ganz privaten Angelegenheiten der Menschen zur Religion hergestellt. Andere Religions-Philosophen stellen es als gottgewollte und extrem fortschrittliche Gesundheitsgebote dar, die zur damaligen Zeit ihres Gleichen gesucht hat, volksgesundheitlich gesehen (im Vergleich zu anderen Völkern). Das heisst die Volksgesundheit ist grösser, wenn man diese Gebote einhält. Ein Gott also, der Gebote liebt (oder dessen Einhaltung). Ein Gott der mit Geboten beschützen will.
Nun zu Jesus: Gibt es eine Bibelstelle, die das auflöst: Bescheidung der Männer und Reinheitsgebote der Frauen? Die Apostel hatten einen grossen Streit, gerade beim Thema Beschneidung aber beim Thema, wann Sex zulässig ist: Ganz wenig überliefert. Jesus (oder die Vorstellung, wie sich Jesus menschliche Freiheit vorstellt) führt in eine neue Freiheit. Jesus befreite psychisch kranke Menschen (so bezeichnen wir sie heute) und körperlich kranke Menschen, also ist das Führen in die Freiheit deutlich sichtbar. Jesus ging auch in das innerste des Menschen hinein. Die Befreiung von Schuld und Sünde betrifft auch eine Befreiung. Also hat Jesus sehr viel für die Befreiung von Menschen getan und seine neue Religion fördert das. Nicht perfekt, aber gut.