Anders als gedacht

Das Leben hält nicht immer das bereit, was wir wollen. Aber manchmal genau das, was wir brauchen.

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Ich bin ein echter Stadtmensch: ich liebe den Trubel, die Lebendigkeit, das Flair. Aber seit ein paar Monaten lebe ich auf dem Dorf. Am Ortsrand – mit Blick auf Felder und Weinberge.

Aufs Land ziehen war nicht meine erste Wahl. Aber es gab keine gute Alternative und die Wohnung ist wunderschön – also bin ich nun Dorfbewohnerin. Wie bei allen Schritten im Leben glaube ich, dass das kein Zufall war. Ich glaube Gott hatte hier seine Hände im Spiel. Er wusste, dass mir das Landleben guttun würde. Ich muss nämlich zugeben: so schlimm ist es gar nicht. Hier sind weniger Reize, weniger Ablenkungen. Dafür: mehr Ruhe. Mehr Vogelzwitschern am Morgen. Mehr Staunen über den schönen Ausblick aus dem Fenster. Und ich kann besser durchatmen.

Manchmal vermiss ich den kurzen Weg zum Café um die Ecke. Aber dann genieß ich den Flat White so ganz homemade auf dem Balkon mit Blick auf die Weinberge und denke: Danke Gott, dass du sogar besser weißt als ich, was ich brauche – und es mir schenkst.