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Es gibt Schuld, die lässt sich nicht wieder gut machen. Kann ich sie dennoch wieder los werden?

1 Kommentar
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  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Der Beitrag geht von folgenden Voraussetzungen aus: 1) Schuld ist nicht nur Schuld gegenüber einem anderen Menschen, sondern gleichzeitig Schuld bei Gott. 2) Man konzentriert sich auf ein Thema. Beispiel: Es fand Totschlag statt: absichtlich, unabsichtlich, aus einem Streit heraus oder bewusst geplant. Ich betreute mal etwas einen Menschen (Heimbewohner) durch Besuche, der nach 6 Jahren zugab, dass er einen Menschen getötet hat. Er sagte, dass er es aber nur gemacht hat, weil der andere auf Ihn so gewirkt hat, dass dieser ihn töten wollte. Dem ist er zuvorgekommen und er hat den Angreifer getötet.
    So Radio-Beiträge müssen immer vereinfachen. Da ist ein Kind der Hauptakteur oder der Täter ist klar der Täter und das Opfer ist klar das Opfer und Schuld ist Schuld.
    Wenn Gott gerecht urteilt, dass muss das eine „Glanzleistung von Kombinatorik“ sein. Ist der Radio-Beitrag eine „Glanzleistung der Kombinatorik“? Meine Erfahrung ist, dass man sich für Predigten (und so etwas ist der Radio-Beitrag) dem Mittel der „Vereinfachung“ bedient. Man vereinfacht eine Sachlage, damit man besser darüber reden kann. Ich habe nichts gegen Vereinfachungen. Ich habe auch schon erlebt, dass man sich im christlichen Umfeld Geschichten ausdenkt, mit denen man besser „den Bibeltext“ verwenden kann. Der „Anwender“ sollte sich halt bewusst sein, wenn er eine Vereinfachung oder eine „vereinfachte Geschichte“ verwendet für seine Arbeit und diese evtl. auch als Vereinfachung kennzeichnen. Ich verlange da aber auch sehr viel, das gebe ich zu. Die „Welt“ reagiert oft „einfach“ so oder so, auch das ist Realität. Und manchmal ist das ein Schutz sogar.

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Kann ich das wieder gut machen? Wer das Leben eines anderen nimmt, sei es absichtlich oder durch einen Unfall, kann diese Schuld je beglichen werden? Zur Zeit, in der die Bibel geschrieben wurde, wurde den Hinterbliebenen Geld als Wiedergutmachung bezahlt. Die Autoren der Bibel stellten aber fest, dass das eigentlich unmöglich ist. Geld kann nicht das Leben eines Menschen aufwiegen. Es kann vielleicht helfen die Not der Hinterbliebenen zu lindern, aber die Schuld wird es nicht nehmen. Wer mich aber von der Schuld befreien könne, meint die Bibel, sei Gott. Er gilt als der Ursprung des Lebens, der auch Herr über den Tod ist und er sagt mir zu: „Egal, was passiert ist, ich fange neu mit dir an.“ Wohl gemerkt, dass löscht die Vergangenheit nicht aus. Wieder gut machen bleibt unmöglich. Gott geht es vielmehr darum, dass keine Schuld einem Neuanfang im Weg steht und diesen bietet Gott uns immer wieder an, egal, wie groß die Schuld ist, die schwer auf meinen Schultern liegt. Er nimmt sie, legt sie beiseite und sagt: „So und jetzt fangen wir nochmal ganz neu an!“ Ein Geschenk!