Grau und ganz anders

Was hat ein struppiges Lasttier mit Ostern zu tun? Viel mehr als wir erwarten.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Heute bin ich sehr frustriert, was meine Bibel-Recherchen betrifft.
    Frieden auf Erden durch den, der auf dem Eselfüllen in Begleitung der Mutter-Eselin reitet, ist versprochen worden.
    Man kann es über den alttestamentlichen Vers in Sacharia 9,9-10 nur als Friedens-Ideal ansehen, dass Frieden durch Jesus kommt.
    Vorteil: Es ist eine Friedenserwartung durch den Messias formuliert und zwar weltumspannend.
    Ich habe nun das Problem: An all diese End-Texte muss ich mit einer bewussten Unschärfe und Ungenauigkeit rangehen.
    Ich kann etwas finden, dass Gott/Jesus den Frieden will und herstellt.
    Was zum Weltgericht und zur Zeit der Bedrängnis geschrieben ist, ist wieder total frustrierend und was grässlich hinzukommt: Das kommende Schreckliche ist viel genauer beschrieben und zum sog. «ewigen Leben» ist nicht mal ewiges Glück im ewigen Leben versprochen.
    Beim Weltgericht steht sich ewige Strafe dem ewigen Leben gegenüber.
    Einer Bestrafung steht normalerweise eine Belohnung gegenüber.
    Dem Tod (dem ewigen Tod) steht das Leben oder das ewige Leben gegenüber.
    Gute und verheissungsvolle Worte sind wie Sterne am Himmel.
    In dieser endlosen Weite findet doch tatsächlich Leben statt und trotz der vielen schwarzen Löcher gibt es die funkelnden Sterne.
    Die funkelnden Sterne geben Hoffnung, nicht das Universum.
    Und das Leben? Ist es auf den funkelnden Sternen oder auf den Planeten dieser Sterne?

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(Palmsonntag). Ostern ist in Sicht, überall sieht man Hasen, Küken, Lämmer. (Heute) / In diesen Tagen drängelt sich noch ein weniger beliebtes Oster-Tier dazu. Der Esel. Jesus soll sich wenige Tage vor seinem Tod spontan ein Eselsfohlen ausgeliehen haben, um damit nach Jerusalem zu reiten. Menschenmassen haben ihn dort erwartet, frenetisch gefeiert, ihm mit Palmzweigen zugewunken. Seine Fans waren sicher, der neue Herrscher ist da. Jetzt wird alles anders! Aber dann, die Enttäuschung: Keine schicke Luxuskutsche, Jesus reitet auf einem schnöden, grauen Esel. Ein arme Leute-Lasttier! Große Reden schwingt Jesus auch nicht, die verhassten Römer jagt er nicht weg. Die Fans sind enttäuscht, die Stimmung kippt…der Rest ist Geschichte. Jesus stirbt am Kreuz. War der Esel schuld? Wohl kaum, er war nur Statist. Aber er zeigt mir, wie sich Jesus von allen anderen Herrschern und Mächtigen auf der Welt unterscheidet. Jesus kommt bescheiden. Ruhm oder Jubel braucht er nicht. Er hilft – wie der Esel – Lasten und Schuld zu tragen. Meine persönliche und das Leid der ganzen Welt. Auch wenn es nicht gleich so ausgesehen hat: Jesus ist gekommen, damit wir wieder jubeln können.