Auf ins Ungewisse!
Zukunft kann Angst machen. Ungewiss, wie sie ist, ist sie immer Risiko. Wenigstens ein klein wenig Sicherheit wäre schön.
Zukunft kann Angst machen. Ungewiss, wie sie ist, ist sie immer Risiko. Wenigstens ein klein wenig Sicherheit wäre schön.
„Neu“ ist immer gut. Wenn irgendwo „neu“ steht, hucken wir hin. Wenn wir etwas neu machen sollen, geht’s allerdings meistens genau andersherum. Dann gucken wir lieber weg. „Neu“ reizt zwar, ist aber auch Risiko. Was wird werden? Wird‘s klappen? So schlecht war das Alte ja jetzt auch nicht. Schon spannend, wie wir uns manches Trübe schönreden, um das riskante Neue zu umschiffen. Beim neuen Jahr wird das aber nichts. Das kommt, ob wir wollen oder nicht. Also ran! Aber wenn die Sorgen und Befürchtungen trotzdem groß sind, mich schier erstarren lassen? Vielleicht hilft dann ein gutes Wort, das mir Hoffnung und Kraft gibt und den Glauben daran. „Wenn du nicht weiß, was auf dich zukommt, du dich sorgst und ängstigst, dann sage ich dir: Fürchte dich nicht, ich will mit dir sein, wohin auch immer du gehst.“ Sagt Gott, nein, verspricht er. Und mir hilft das, nach vorne zu schauen ins neue Jahr. So ungewiss es auch ist.
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Ja das ist so eine Sache mit dem „neusten“ haben wollen oder nicht haben wollen.
In der Christen-Szene wird Gott als überwiegend unveränderlich mit feststehendem und verlässlichen Charakter dargestellt und im Islam teilweise sogar als launisch und man ist dann einer gewissen Willkür ausgesetzt, was mit einem konkret passiert.
Bei dieser Ansicht, dass Gott fest und unveränderlich ist – also nur neu ab dem Schreiben des Neuen Testaments – dann wieder alt und unveränderlich, schwingt nach meiner Ansicht eher das Sicherheitsbedürfnis der Gläubigen mit. Es geht also nicht darum, ob man alt oder neu will, sondern wie sicher (gut) das Neue ist.
Sicherheit und Wagemut stehen sich manchmal gegenüber im Leben.
Manchmal wird man auch zum Wagemut gezwungen, weil sich fast keine anderen Wege mehr auftun, um das Risiko weiter zu scheuen.
«Neues» will man auf jeden Fall, wenn damit eine hohe Sicherheit verbunden ist.
«Neues» will man auf jeden Fall, wenn damit Leiden verringert wird.
Dieser 30-jährige Krieg, wo es vorrangig um «evangelisch als neu zulassen» oder nicht ging, war so ein Beispiel. Man sagte nicht: Oh diese Gedanken sind neu und daher machen wir es einfach so. Einfach ging sowieso nicht, da ein ganzes System dranhing: Der Adel legitimierte sich durch die Handlungen der Kirche und der Besitz der Kirche machte sie abhängig, dass ihr Besitz und Einfluss auch militärisch gesichert wird durch die Regierenden.
Reden wir von Neu im Iran. Wir in Europa brauchten die französische Revolution, den 30-jährigen Krieg, eine total konsequente «Böse-Regierung» und den friedlichen Fall der Mauer um immer wieder neu dazu zu lernen, wie man Gesellschafts-Probleme löst. Auch die USA muss lernen mit ihrem 2-Parteien-System, das erneuert werden müsste durch ein funktionierendes Mehrparteien-System. Was die Ampel da gerade macht, muss vorbildlich werden. 3 geht ?, USA: nein nur 2 geht, Russland: nein nur 1 geht. Manchmal kann man komplexe Zusammenhänge auf ganz einfache Betrachtungsweisen reduzieren. Ja dann lass mal was Neues zu!