Respekt wäre eine Idee
Besser wissen, das ist einfach, aber es hilft niemandem. Ein anderer Weg mag schwerer sein, aber von ihm profitieren dann alle.
Besser wissen, das ist einfach, aber es hilft niemandem. Ein anderer Weg mag schwerer sein, aber von ihm profitieren dann alle.
Das wäre mal was: ein Tag ohne Wetter. Dann hätten Meteorologen auch mal frei. Heute wäre gut: Heute ist „Welttag der Meteorologie“. Und hin und wieder denke ich: Wäre ja schön, dieser Berufsstand würde seinen Job mal lernen. Denn was Wettervorhersagen so liefern und was dann an Wetter rauskommt, dazwischen liegen schon mal Welten. Aber wer sich etwas genauer damit befasst, merkt schnell, wie komplex das Wetter ist. Wie unglaublich viele Faktoren es beeinflussen und wie schwer abzuschätzen ist, welcher Faktor welchen Einfluss aufs Wetter haben wird. Da wundert man sich eher, dass überhaupt eine Vorhersage rauskommt und nicht bloß ein „kann man nicht so richtig sagen“. So geht‘s mir öfter: Schaue ich mir etwas genauer an, urteile ich zurückhaltender und steigt mein Respekt vor denen, die solche Jobs machen. „Achtet einander“, rät schon die Bibel. Weiß theoretisch jeder, aber es hilft, mal wieder zu spüren, wie schnell ich ohne Respekt meine Urteile fälle – und es dann zu lassen.
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„Einer achte den anderen höher als sich selbst.“ Wann gilt das? Im Kreis meiner Brüder und Schwestern? Allgemein? Gegenüber den Meteorologen?
Ich bringe meine Pflanzen genau nach Wettervorhersage raus. Gestern Nacht war kein Frost angesagt vor einer Woche. Gestern schaue ich rein in die Wetter-App: Doch Frost. Ich deckte meine Pflanzen mit Wolldecken ab. Neugierig stellte ich einen Eimer mit Wasser daneben und siehe da, da war heute Morgen eine Eisschicht auf dem Wasser.
Hier glaubte ich den Vorhersagen. Doch wie ist es mit dem Weltuntergang? Ich habe es nicht geprüft, aber wenn man sich zum Bibel-Weltuntergangs-Spezialisten machen würde, was die Bibel also alles vorhersagt inclusive Jesus-Wiederkunft, bin ich sicher, dass es viele Wiedersprüche gibt. Das Wort Wiedersprüche (oder schreibt man Widersprüche?) ist auch interessant. Das Buch der Sprüche ist auch in der Bibel. Was ich nicht mag: Der damit verknüpfte Fatalismus. Nach dem Motto: Ist ja vorhergesagt, also muss es auch so sein, dass es so schrecklich kommt. Dann brauche ich mich auch nicht für den Erhalt der Erde (als durchweg gesund bewohnbar (und demokratisch)) einsetzen. Irgendwie fatal.