Bestimme dich selbst!

In unserer Hand liegt viel: manchmal vor allem Verantwortung, manchmal aber auch vor allem ungenutztes Potenzial. Nutzen wir es!

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Hier in der Schweiz habe ich eine Bekannte, die sehr persönlichkeitsstark ist. Sie hört sich täglich so «Andachten» der Herzkrieger an, eine esoterische Bewegung.
    Im Gegenzug in unserer «Szene» lesen wir die Bibel.
    Ich machte gerade mal einen «Zufalls-Test», mal sehen auf welchen Bibel-Abschnitt ich stosse. Ich stiess auf Matth23,1-36, in dem Jesus über die Lebenspraktiken der Pharisäer und pharisäischen Schriftgelehrten herzieht. Es werden dort hammerharte Sachen ausgesprochen und voll durch Jesus gewettert gegen die herrschende religiöse Clique, die das Glaubensleben bestimmte, der damaligen Zeit.
    Nun, wie gehe ich mit dem Text um?
    Aus meiner Sicht wird zu ca. 85% angeprangert, was falsch läuft (kennen wir aus sozialen Medien auch) und nur in ca. 5% des Textes (sorry ein wenig meine persönliche Einschätzung) könnten wir liebliche Inhalte herausausarbeiten, die diesen Herzkrieger-Aufbau-Texten gleichkäme (wobei die Herzkrieger ganz und gar nicht harmlos sind!).
    Es wären so Sätze wie: Nehme nur Christus (Jesus wird sich dann erst als der Christus herauskristallisieren), als Lehrer an. Lebe flache Hierarchie. Sei allen Menschen ein Diener. Lass religiösen Missbrauch weg. Tretet ein für Recht und Gerechtigkeit. Das Blut der Gerechten, wird zwar vergossen, aber diese tragen dann die Hoffnung weiter, eben nicht zu den später Verdammten zu gehören (von Belohnung wird wenig geschrieben!).
    Das Schwierige an der Sache: Ich soll Jesus als den einzigen Lehrer ansehen, dieser verwendet aber extrem harte Wort: Pharisäische Schriftgelehrte machen aus einem Nachfolger ihres Tuns ein Kind der Hölle, oder Ihr Schlangen, Ihr Otternbrut, wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entkommen?
    Ja es ist echt eine schwierige Aufgabe:
    Ich genehmige mir Jesus als jemand der mich einkuschelt (5%) und mein Jesus wehrt die «Doofgläubigen» oder «Missbrauch Betreibenden mit Religion» mit harten Worten ab (85%). Bibellesen hilft nicht immer, bzw. macht viel Sondierungs-Arbeit.
    Mit welchem Wesen soll ich nun Jesus ähnlich werden? Was tue ich z.B. hier im Kommentar gerade?
    Antwort: Du brauchst Dich nicht gestresst fühlen, wenn Du den Geist hast – den Friedensgeist (trotz der harten Worte von Jesus). Knacke Dich zum Nusskern vor!

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„Womit du aufstehst, das begleitet dich durch den ganzen Tag“, habe ich in einem Ratgeberbuch gelesen und, ja, stimmt. Kurze eingängige Melodie am Morgen gehört – und der Ohrwurm feiert einen ganzen Tag lang. Aber wenn das so ist, dann bestimmen wir doch mal, was uns bestimmt! Füttern wir uns bewusst mit dem, was wir gerne den ganzen Tag über als Begleiter hätten. An Tagen, die schwer werden, die trist, trüb und neblig werden. An denen wir mit Sorge zum Briefkasten gehen, weil eine exorbitante Rechnung drin sein könnte. Mir helfen dafür oft Sätze aus der Bibel. Weil ich erlebt habe, dass sie tatsächlich Halt geben, dass in ihnen tiefe Wahrheiten stecken, die mir Kraft geben. Weil Chef doof, Rechnungen hoch, Blitzer übersehen. „Gott will uns heilen und Wege zeigen, wie wir durch unser Leben kommen“, sagt jemand in der Bibel, weil er Gott so erlebt hat. Wenn der das wirklich für mich will, dann will ich das glauben – auch wenn es mir im Moment schwerfallen sollte.