Bloß ein Maulwurfhügel

Was ist ein echtes Problem? Was nur ein Problemchen? Das richtig einordnen zu können, hilft unheimlich und entlastet sehr. Wohl dem, der es kann.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Guter Beitrag!
    Mit der Ankündigung, dass Jesus unsere volle Zufriedenheit und Ausgeglichenheit versprochen hat, setzt man die Erwartungen vielleicht zu hoch. Keine Dolomiten sind versprochen aber schöne Hügel mit satten Wiesen. Jesus sagt: Ich will, dass Ihr volles Genüge habt. (So kenne ich es auch meiner Frisch-Verliebten-Zeit.)
    Es stimmt, dass „kleine Problem“ oft eher wie Maulwurfshügel sind.
    Entscheidender, ist aber manchmal „der Tropfen“, der das Fass zum Überlaufen bringen. Nach dem Motto: Bis jetzt war das Packen des Autos für den Urlaub stressfrei und dann kommt aber noch so ein Maulwurfshügel. Ja unsere Kräfte und unsere Nerven sind limitiert belastbar. Bei Gott sicher auch manchmal so, aber natürlich anders. Es reute ihn mal, dass er den Menschen gemacht hat, angeblich weil wir so böses Trachten hätten. Manchmal sind wir auch einfach zu dumm, um was zu kapieren, was Gott glücklicher machen würde im Umgang mit uns (und da dürfen sich die Frommen nicht ausnehmen).

    Antworten

Kommentieren

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Manuskript / Download
Bloß ein Maulwurfhügel als Manuskript-Datei runterladen

„Selig die, die einen Berg von einem Maulwurfhügel unterscheiden können; sie werden sich viel Ärger ersparen.“ Was nach Bibel klingt, steht so gar nicht drin. Ja, in der Bibel gibt es die „Seligpreisungen“ Jesu. Da will er den Menschen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie zu wahrem Glück, tiefer Zufriedenheit finden können. Die Sache mit dem Maulwurfhügel steht da aber nicht. Diesen Rat haben sich Ordensschwestern ausgedacht. Er soll auch glücklicher machen. Ich denke: Sie haben Recht. Ich sehe auch oft zu viele Berge, obwohl ich nicht in den Bergen wohne. Ist das Problem mit dem falschgesetzten Grenzzaun, wirklich so groß? Die Sache mit der verhauenen Klausur? Der Streit über die Kindererziehung? Der pubertäre Aufstand? Oder die schmutzigen Fenster? Was sind Berge? Was sind kleine Hügelchen? Diesen Unterschied zu erkennen, kann einem wirklich viel Ärger und Sorge ersparen. Um einen Blick dafür zubekommen, sollte ich es wie Jesus machen: ab und an mal auf einen Berg steigen. Da gewinne ich Abstand zu dem Problem und kann es besser und aus einer anderen Perspektive sehen. Abstand und Ortswechsel. Vielleicht helfen ja auch die Sommerferien dabei, Maulwurfshügel von Bergen zu unterscheiden.