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„Wir brauchen noch Brot“, ruft es mir aus dem Flur nach. „Ok, bring ich mit“, ruf ich zurück. Ein weiterer Punkt auf meiner To-do-Liste, aber kein Problem. Irgendein Bäcker liegt immer auf meinem Weg. Die Frage ist nicht, ob ich Brot finde, sondern: welches. Hell, dunkel. Das vom Lieblingsbäcker oder eben das, was der Supermarkt noch hatte. Satt bin ich bisher immer geworden. Sehe ich Bilder von Menschen, die sich Stunden bei der Tafel anstellen oder von denen in Flüchtlingslagern, die ihr weniges Brot mit zehn Personen teilen müssen, fühle ich mich schlecht. Könnte auch ich sein, die da hungrig Schlange steht. Hilft keinem, ich weiß. Aber mir hilft es, daran erinnert zu werden: Es ist nicht das Normalste auf der Welt, jeden Tag genug zu essen zu haben. Satt zu sein. Keine Angst zu haben, ob es noch für morgen reicht. Deshalb tut es mir so gut, vor dem Essen zu beten. Zwischen Smartphone, Kindergeschrei und dem nächsten Termin einfach nur zu denken oder laut auszusprechen: Danke Gott. Für das Essen. Danke, dass du dafür sorgst, dass es genug Lebensmittel gibt. Hilf mir, heute gut damit umzugehen. Und da, wo ich kann, mitzuhelfen, dass alle satt werden.

CVJM Eisingen e.V.
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