Da bleib ich

Ich bleibe gerne: wenn du nett bist, das Essen schmeckt, die Sonne scheint. Reicht das zum Bleiben?

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„Ich versteh dich nicht! Warum bleibst du bei dem?“ In der U-Bahn bekomme ich auch die Gespräche der anderen mit. Es geht um den Freund von einer der beiden Frauen mir gegenüber. Warum hältst du aus? Warum lässt du dir das gefallen? Es gibt keinen Grund, der dich an ihn bindet? Höre ich mit und frage mich: Wann bin ich bereit zu bleiben? So richtig. Nicht bleiben, aber in Gedanken schon weg sein. Wirklich bleiben. Da wünsche ich mir, dass die andere Person mich wertschätzt, mir gut tut, dass das Beieinanderbleiben Halt gibt und Kraft zum Leben. Jesus hat seinen Freunden mal gesagt: Bleibt in mir, dann bleibe ich auch in euch. Es geht ihm um eine ganz innige Verbindung. Eine – er vergleicht das mit einem Weinstock und Reben – eine, die Frucht bringt. Beieinanderbleiben kann Früchte tragen. Dann, wenn die Verbindung Gutes bewirkt. Mir tut Jesus gut. Er holt mich runter, wenn ich mir zu sehr Sorgen mache, gibt mir Mut, zu mir zu stehen oder mich zu entschuldigen, wenn ich Fehler gemacht habe. Ich bleibe. Wann bleibst du?