Manuskript / Download
Wir ernten, was wir säen. Wird gern zitiert. Ich hab‘s leise gedacht, als ich die traurig-staubige Erd-Fläche in meinem Garten angeschaut habe. Da war mal ein Beet. Mit Blumen und so. Dieses Jahr kam ich nicht zum Säen. Gibt Schlimmeres. Ständigen Zank und Machtspielchen, zum Beispiel. Unter Menschen, die eigentlich miteinander unterwegs sein wollen, vielleicht auch nach außen, hohe moralische Ansprüche vor sich hertragen. So wie manchmal auch in den Kirchen. Daher, also aus der Bibel, kommt das Zitat mit dem Ernten und Säen eigentlich. Wo geht’s lang, wer bestimmt, wie es hier läuft? Über diese Fragen haben sich die Christen in einer der ersten christlichen Gemeinden so dermaßen gestritten, dass sich der Apostel Paulus, der sie von außen begleitet hat, einen Kommentar nicht verkneifen konnte: „Glaubt nicht, dass Gott sich täuschen lässt. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten.“ Bäm. Bashing allein hilft keinem. Aber mir hilft es, wenn ich mich ab und zu daran erinnere: Wie wünsche ich mir die Welt? Und: Was kann ich säen, damit das wahr wird?

Foto: @ radio m 










Kommentieren
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!