Deine Hand

Sich helfen zu lassen, ist selten unsere größte Leidenschaft. Aber manchmal brauchen wir jemanden. Oder uns braucht jemand.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Seit ich selbst selbständig bin, hat sich mein Leben vom Arbeitnehmer zum Arbeitgeber geändert. Und was mir extrem aufgefallen ist: Es ist eine enorme Kraftanstrengung, um jemandem eine Arbeit überhaupt geben zu können.
    Arbeitnehmer sind sich gar nicht im Klaren, was für Aufwand das macht bis mal ein Arbeitsplatz überhaupt existiert. Wenn man jemanden sucht, der etwas mit Dir aufbaut als Partner (ohne gleich sichere Kohle zu verdienen), wird es extrem dünn.
    Wer reicht Arbeitgebern die Hand? Wer schreibt mal für sie ein Lob oder eine Ermutigung? Klar sind solche Leute oft so drauf, dass sie scheinbar keine Ermutigung brauchen, weil sie sich selbst ermutigen und alle Kraftanstrengung ja für sie selbst Gewinn (wenn Gewinn möglich ist!?) bedeuten. Neid – die richtige Reaktion?
    Risikobereitschaft, Glauben an eine gute Zukunft, Vertrauen, dass die Finanzierung klappen wird, Vertrauen, dass die Kraft da sein wird, wenn der Auftrag reinkommt und Vertrauen, gute Kunden zu bekommen, all das ist wagemutig.
    Gerne appelliere ich da an den Perspektivwechsel. Welchen Aufwand bedeutet es, dass Arbeitsplätze (zum Lebensunterhalt verdienen) überhaupt existieren? Antwort: Sehr viel und die eh schon viel Geld haben und Vieles querfinanzieren können, tun sich da relativ einfach.
    Ich wollte mal Geld von der Bank: Antwort: Ohne Grundbesitz-Sicherheiten zu geben, lautet die Regel wie folgt: Bei 100.000 Euro Gewinn nach Buchhaltungszahlen, erhalten Sie 25.000 Kredit. Also nichts für viele StartUps, die am Anfang gar keinen Gewinn machen.
    Das sind real existierende Realitäten und sicher Gott hilft da schon und was Gott besonders machen kann: Dir tolle Leute schicken, die Dir helfen. Es gibt Viele, die eher negativ denken.
    Perspektivwechsel: Machen wir uns Gedanken, wann wir Gott so richtig Mühe machen, oder denken wir bei Gott: Es ist selbstverständlich, dass ER gut drauf ist und mit allem klarkommt, was so schief geht und schief gehen kann?
    Das Schuldthema ist nicht das einzige Thema. Es gibt auch so Themen wie «fehlende Einsatzbereitschaft», «fehlender Glaube», «fehlender Respekt für die Leistungen durch Gott/Jesus».

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Der Wecker klingelt und irgendwie muss es ja. Der Chef ruft. Oder der, der sich dafür hält, aber egal, am Ende des diesmal kurzen Monats muss trotzdem die Kohle her. Freuen sich Kühlschrank und Kinder. Aber „irgendwie“ ist auch ganz schön wenig. Was treibt uns Morgen für Morgen an, ins Leben zu starten? „Muss halt“? Es gibt so Zeiten, da nützt es einem nichts, dass der Monat kurz und die Zeit bis zum nächsten Lohn etwas kürzer ist. Da muss mehr her. Echte Hoffnung und Zuversicht. Ist aber manchmal schwer zu finden. Mir hilft dann eine Hand, die mir Halt gibt und an der ich mich festhalten kann. Und die mich auch mal liebevoll voranschiebt, wenn ich zweifle und zaudere. „Wird mein aktuelles Projekt noch was?“ Aber ohne so eine Hand geht sonst nichts mehr. Ich glaube, so eine Hand können wir auch anderen sein – und dann spüren: Gemeinsam geht was. Spannend finde ich, dass vom Gott der Bibel das auch erzählt wird: Er will mir den Rücken stärken, wenn ich nicht mehr kann.