Ja, ich will

Ja, ja, ja. Jasagen nicht zu einem oder einer anderen, sondern zu mir selbst. Und das ganz in weiß oder im elegantesten Smoking.

 

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Die Selbstheirat
    Das ist wieder typisch für die christliche Szene, dass eine Fehlentwicklung (Sologamie) genutzt wird um die eigenen Werte zu verkaufen. Eigene Werte hier: Das biblische Heiraten zwischen Mann und Frau.
    Mir fehlt die Bewusstseinsschärfung, wie gefährlich Heiraten sein kann. Manche Menschen heiraten nicht den Partner, sondern das Idealbild, das Sie sich vom Partner machen. Wie entgeht man dem Problem, dass man nicht den «legitimen Sex» heiratet oder in der Verliebtheits-Phase das Idealbild vom anderen?
    Das ist eine extrem schwierige Aufgabe des Menschen, wie Paar-Bildung und Partnerschaftsbildung und Ehe gelingen kann auf Dauer oder zumindest für lange Zeit. Eigentlich geht es um langen Frieden miteinander. Frieden ohne viel Stress und Streit und Frieden in sich, den richtigen Partner zu haben und mit diesem durch alle Schwierigkeiten des Lebens hindurchzukommen.
    «Man kann den anderen nur lieben, wenn man gelernt hat, sich selbst zu lieben»: Das ist die modernste Superformel der letzten 2 Jahrzehnte (und evtl. Verführung!).
    Ich würde es mal so sagen: Man kann lernen (und das auch erst in einer Vor-Form von Partnerschaft (oder mehreren Scheiter-Anläufen)), sich selbst zu lieben, wenn man ein scheiss Elternhaus hatte und viele Mobbing-Situationen in der Kindheit und vielleicht keine so grosse Attraktivität hat oder sonst einen hoch bewerteten Nachteil gegenüber dem Durchschnitt der Menschheit. Im Idealfall hilft der Partner mit, solche Nachteile zu überflügeln. Hier: Mit weniger Erwartungen anfangen und sich selbst bewusst sein (echtes Selbstbewusstsein), dass man unten anfängt, bevor es nach oben geht zu mehr Liebe zu mehr Selbstannahme zu mehr Coolnes zu mehr realistischer Selbsteinschätzung, zum Stolzsein auch auf kleinere Erfolge.

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Sich selbst heiraten. Die Sängerin Selina Gomez hat es erst kürzlich getan. Brautkleid, Party, das selbstgegebene Versprechen: Ich liebe mich selbst. Ich brauche keinen Partner, keine Partnerin. „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, heißt es in der Bibel. Ich kann meinen Nächsten nur dann aufrichtig lieben, wenn ich zuvor gelernt habe, mich selbst anzunehmen, wie ich bin und Liebe, Fürsorge und Respekt für mich selbst empfinde. Ja, Selbstliebe ist gut und doch habe ich kein so richtig gutes Gefühl, wenn ich an diese Einpersonenhochzeit denke, für die es schon den Namen Sologamie gibt. Sie hat für mich etwas von einer egoistischen Eigenliebe. Ich bin mir selbst genug und ich muss das allen beweisen und zeigen. Vielleicht wäre ein Ritual gar nicht schlecht, dass mir diese Selbstliebe vor Augen führt und mich darin festigt, aber die Ehe hat etwas damit zu tun, dass ich ganz bewusst mein Leben mit einer anderen Person teilen möchte. In Verantwortung und Liebe. Da richtet sich die Liebe nach außen und verströmt sich. Da bleibe ich gerade nicht bei mir selbst stehen.