Kommentare
Kommentieren
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!
Schreibe einen Kommentar
Manuskript / Download
Beim Frühstück ist mir dieser Spruch auf der Müslipackung aufgefallen: Du bist, was du isst! Wirklich? Klar: gesunde Ernährung ist wichtig und die Lebensmittel, die wir essen, sagen etwas über unsere Lebenseinstellung und Werte aus. Trotzdem: Du bist, was du isst? Wirklich?
Ich glaube: ich bin viel mehr als das, was ich esse. In Gottes Augen bin ich unendlich wertvoll. So wertvoll, dass Gott sich freut, wenn Er mich ansieht. Ich bin unendlich wertvoll – unabhängig davon, was ich esse. Und auch unabhängig davon, was ich im Leben erreicht habe. Auch unabhängig davon, wie andere mich sehen.
Ich widerspreche meiner Müslipackung. Ich bin nicht, was ich esse. Ich bin viel mehr. Ich bin unendlich wertvoll.

Foto: (c) privat 










«Ich bin unendlich wertvoll.», so wird es im Beitrag gesagt.
Stellen wir uns Nikodemus vor, der sich als einziger aus dieser höheren religiösen Führungspitze an Jesus rantraut und vermutet, Jesus könne der angekündigte Messias sein. Jeus sagt zu Nikodemus: «Du bist unendlich wertvoll.» Einfach so.?
Wir brechen gewisse Aussagen aus der Bibel bezüglich «Liebe» auf uns Otto-Normal-Gläubige herunter. Ist das zulässig?
Die Bibel macht solche Aussagen nicht gut genug und nicht widerspruchsfrei genug, Stellen, die analytisch genau sagen, welche Menschen Gott/Jesus liebt und welche eher nicht. Das Thema Gnade und Barmherzigkeit kommt mit rein, aber auch Aufzählungen, wer es sich definitiv verkackt. Die muslmische Welt will das auch glauben können, geliebt zu werden! Die absolut entgegengesetzte Negativ-Krönung ist die Aussage über «ewige Strafe» androhen – also Angst auslösen, im gleichen Buch. Man muss nach meiner Meinung aussortieren, aber deshalb als Ersatz was komplett Erweitertes oder komplett Einfaches zu bringen, widerstrebt mir.
Dieser Satz ist eine Religion: «Gott liebt jeden Menschen individuell, egal wie viele es sind und wie viel es schon waren und egal wie viele es noch werden.»
Diese Sätze haben das Problem der Verwässerung. Die Liebe verwässert sich, wenn sie mit der Giesskanne verteilt wird.
Wie sieht die Lösung aus? Theologie studieren? In die Bibelschule gehen? Einen Job annehmen, der Dich ständig mit religiösen Themen beschäftigt, der Dich ständig mit religiös denkenden Menschen zusammenbringt?
Der Satz ist ausreichend gut, der sagt und bedeutet: «Ich bin wertvoll.» oder «Ich bin wertvoll vor Gott.» oder «Ich bin wertvoll in Jesu Namen.» oder «Meine Würde, die ich habe kommt von Gott.».
Wo kommen denn so Wörter wie «unendlich» her?
Ich vermute, sie kommen aus der Aussage über das «Ewige Leben», das ja automatisch unendlich ist und weil ich dort dauernd geliebt werde und das schon hier auf Erden begonnen hat, bin ich unendlich geliebt und unendlich wertvoll.
Ich fand die Fragen der Jünger Jesu, wer später besonders nahe bei Gott sein darf da echt interessant und auch ehrlich (da Hut ab vor der Bibel!). Die Frage nach der Rangstellung ist nicht ohne. Viele religiöse Ehrgeizlinge möchten da aus gewissen Vorstellungen heraus, etwas näher ran an die Führungsspitze, als andere.