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Alle rennen jetzt ins Fitnessstudio, ich hab gekündigt. Passt im Moment einfach nicht in mein Leben. Keine große Überraschung, im Gegensatz zum Brief, der als Antwort kam. Darin steht fett gedruckt: Wie schade! Bitte sagen Sie uns doch: Was haben wir falsch gemacht? An der Frage bleibe ich jetzt immer wieder hängen. Hat mich lange keiner mehr gefragt. Ich auch nicht. Sich mit stillem Groll in die Schmollecke zurückzuziehen ist leichter, als offen darüber zu reden, was schiefgelaufen ist. Was mich geärgert oder enttäuscht hat. Ich habe mich jedenfalls drüber gefreut, dass jemand nachfragt. Nicht einfach nur abhakt. Weil es zeigt, du bist mir nicht egal. Und anderseits auch einräumt: ich weiß, dass ich nicht perfekt bin. Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Im bekanntesten Gebet der Christen kommt das vor. Es erinnert mich jedes Mal daran, dass alles, was zwischen uns steht, aus der Welt geschafft werden kann. Gott will uns Mut machen, die Frage zu stellen: Was hab ich falsch gemacht?

Andreas Malessa











Richtig guter Gedanke!