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An Israel und Palästina denke ich immer beim Salat schnippeln. Aus der bunt bemalten Keramikschüssel mit der Macke mag ich meinen Salat am liebsten. Vor vielen Jahren habe ich sie aus Israel mitgebracht. Eine palästinensische Werkstatt hat sie hergestellt. Stolz haben mir die Einheimischen damals erzählt, wie harmonisch das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in ihrer Stadt funktioniert. Nur wenige Monate danach gab es wieder Raketenalarm. Heute ist Krieg. Wird dort jemals Frieden sein? Wir wollen einfach nur leben, sagte neulich ein palästinensischer Mann zu einem Journalisten. Friedlich leben, arbeiten, Kinder großziehen. Wünschen sich die Israelis bestimmt auch. Trotzdem beharren beide Seiten auf ihren Ansprüchen, fügen der anderen Seite Leid zu. Ich kann ihre politische Situation nicht ändern. Eins kann ich aber: Gott um weise politische Entscheidungen bitten. Um Überlebenskraft und echten Willen Frieden zu schaffen. Und ich kann mich daran erinnern, dass Frieden im ganz Kleinen anfängt. Wenn ich mit anderen esse, rede und immer wieder neu versuche, sie zu verstehen.

Foto: von KI erstellt 










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