Faul oder wertvoll?
Wo nur Leistung zählt, sind Pausen fragwürdig und manchem ein Zeichen von Faulheit. Aber das ist ein folgenschwerer Irrtum.
Wo nur Leistung zählt, sind Pausen fragwürdig und manchem ein Zeichen von Faulheit. Aber das ist ein folgenschwerer Irrtum.
Ich bin ehrlich: Pause machen ist nicht meine Welt. Wenn ich mal nichts Sichtbares mache, überlege ich, wie ich den nächsten Job am geschicktesten angehe, um effizient zu einem möglichst guten Ergebnis zu kommen. Außerdem gehöre ich zu den Menschen, für die sich „Pause machen“ immer nach Schlendrian und Faulpelz anfühlt. Jetzt haben ich diesen Satz gelesen: „Pausen haben nichts mit Faulheit oder Schwäche zu tun, sondern bedeuten Selbstwertschätzung.“ Muss man drüber nachdenken, ich jedenfalls. Pause machen soll heißen, sich selbst wert zu schätzen? Hm… Vielleicht. Nichts tun, nichts denken, nur einfach so da sein – und das und sich o.k. finden? Also o.k. zu sein, einfach wie man ist? Ist in unserer Gesellschaft mit Leistung und Selbstdarstellung nicht so einfach. Könnte aber guttun. Und funktioniert vielleicht auch. Den Versuch ist es wert, gleich jetzt am Wochenende mit hoffentlich freiem Sonntag, über den Gott gesagt hat: „Machste mal nichts, bist o.k. so.“
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Ja, Pause machen, ist Selbstwertschätzung.
Im Prinzip geht es aber auch darum, insgesamt zu wissen, wann Pause die richtige Entscheidung ist. Als ich von meiner Partnerin hörte, dass es bei Ihr am Arbeitsplatz „flexible Pausezeiten“ gibt, wurde ich skeptisch.
Die festen Pausezeiten helfen unheimlich beim „sich Erlauben“.
Und dann gemeinsam Pause machen, hat einen sozialen Wert.
Das Leben ist lebensgefährlich und wir sehnen uns aber nach Sicherheit, innerer Gelassenheit, innerer Ruhe und Selbstbestätigung von aussen und von innen und von Gott. Wir sind bedürftige Menschen. Was wir nicht alles brauchen.