Blinder Fleck

Keine Sehschwäche und doch sehe ich manchmal nichts. Da muss es einen blinden Fleck geben. Wie kann ich trotzdem etwas sehen?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Den blinden Fleck beim anderen Menschen sehen, das kann ich von Jesus lernen?
    Der blinde Fleck ist das, was ein Mensch an sich selbst nicht sieht, aber viele Menschen von aussen an diesem Menschen wahrnehmen, der betroffene Mensch aber selbst nicht.
    Bei mir war es eine Prägung aus dem Elternhaus, die mir Vorteile, aber auch Nachteile brachte im Berufsleben. Da wo andere es (das eher hemmende und ausbremsende) sehen und ich aber denke, es sei selbstverständlich richtig, wie ich reagiere, das ist der blinde Fleck.
    Ehen und Beziehungen zerbrechen daran. Jeder Partner der beiden denkt intuitiv, dass seine Art zu denken richtig sei. Erst die Flexibilität, etwas gemeinsames zu schaffen, erzeugt eine echte Partnerschaft.
    Nun nehmen gläubige Menschen allzu gerne die Position des Besserwissers ein (auch ich mit meinen Kommentaren). Sich in die Position von Jesus zu versetzen, mag hier und da hilfreich sein, erzeugt aber das Problem des Balkens im Auge. Ich sehe den Splitter beim anderen, aber mit meinem tollen Glaubensgerüst umhülle ich das ganze Haus.
    Am Haus arbeiten und dann das Gerüst aber auch abbauen, wie wäre es mit diesem Bild?
    Und wo haben Religionen ihren blinden Fleck?
    Ich gebe ein Beispiel: Ich glaube, dass der andere Mensch gerettet werden müsste und glaube, dass dieser Mensch ohne „Rettung“ nach Bibel in der Hölle landen wird. Wo ist der blinde Fleck? Ich glaube andere in die Hölle?
    Ich glaube an meine „Bevorzugten-Position“ ohne abzuwägen was es heisst, von Jesus wirklich erlöst worden zu sein. Bau das Haus und laufe nicht ständig mit dem Gerüst rum.

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„Ist denn keine Butter mehr da?“ ruft es aus der Küche. „Dooooooch. Warte ich komm.“ Antworte ich entnervt. Immer das Gleiche. Außer mir scheinen alle in dieser Familie blind zu sein, wenn sie im Kühlschrank, Kleiderschrank oder im Vorratsschrank etwas suchen. Ständig ruft es „Maaaaaaaaaama!“. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich allerdings auch so meine blinden Flecken. Manches will ich nicht sehen, manches erachte ich nicht als so wichtig und übersehe es und wieder anderes kommt mir erst gar nicht in den Sinn, in den Blick zu nehmen. Und den blinden Fleck im Auge, gibt es ja wirklich. Sehen kann ich aber nicht nur mit den Augen. Auch mit den Händen oder dem Herzen. Jesus hatte diese Gabe. Er hat nicht nur gesehen, dass jemand offensichtlich krank war, sondern was dieser Mensch wirklich braucht, um gesund zu werden. Er hat dahin gesehen, wo andere wegschauten. Er hat sich nicht mit dem Offensichtlichen zufriedengegeben und hat genau hingeschaut. Die blinden Flecken aufzuspüren und zu lernen nicht nur mit den Augen zu sehen, das kann ich von Jesus lernen.