Fragen ist wichtig!

Jeder sieht, dass der Blinde sehen will und doch fragt ihn Jesus, was er für ihn tun soll. Warum?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Interessant ist die Stelle, an der das Brot beschimpft wird. Normal hätte man den Jungen beschimpft, dass er die Lage unrealistisch eingeschätzt hat und damit das Brot „ruiniert“ hat. Im Evangelikalen Bereich gibt es Menschen, die nehmen die Glaubensbotschaften auch viel zu gross, wie der Sohn die Butter. Da spielen unsichtbare Mächte eine Rolle und sie kämpfen mehr oder weniger erfolgreich gegen sie.
    Meistens läuft es so ab wie in der Geschichte: Es passiert etwas (z.B. mit dem Auto den Abhang runterfahren), dann gibt es etwas, wofür man danken kann (z.B. Auto total kaputt, aber ich lebe noch), Danke Jesus. Zeugnis geben, juhu Jesus liebt mich ganz persönlich, ich weiss es jetzt.
    Ich persönlich habe bei solchen Geschichten schon mindestens 3x gedacht: Und was ist mit der Vorgeschichte? Hätte Jesus nicht das Hinabfahren gleich verhindern können. Es wird ein Schaden benutzt, um Jesus „gross zu machen“ oder um die eigene Beziehung zu Jesus darzustellen.
    Gut dann passiert einem im Leben etwas Ähnliches und dann stellt man fest: Tatsächlich das Leben ist so. Im Unglück darf man froh sein, dass das Glück dann doch noch mit dabei ist. Danke Gott/Jesus.

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„Nein! Ich mach das alleine!“, brüllt mein Vierjähriger und reißt mir das Messer aus der Hand. Also sehe ich zu wie er ein viel zu großes und hartes Stück Butter abschneidet und jetzt versucht dieses auf seinem Brot zu verstreichen. Was passiert? – Die Butter bleibt ein sturer Klotz, seine Brotschnitte zerreißt, zerkrümelt und verwandelt sich in ein Häufchen Matsch. Frustriert schmeißt er alles von sich. Und jetzt? Soll ich es ihm abnehmen? Ihm erklären, wie es besser geht? Ihm raten, dass er sich nicht ärgern solle? Oder noch schlimmer, ein: „Siehst du, hab ich gleich gesagt!“, obendrauf geben? Ich entscheide mich dazu abzuwarten. Dann nehme ich ihn in den Arm und zusammen beschimpfen wir das blöde Brot. Wie es sich erdreisten kann, einfach so nachzugeben. Dann lächelt er wieder und ich darf helfen. „Was soll ich dir Gutes tun?“, fragt Jesus einen Blinden. Jesus weiß längst was dieser will und braucht. Jeder weiß es. Und doch fragt er. Ich glaube, weil es einen Unterschied macht, ob ich einfach das mache was ich denke, was der andere braucht, oder ob ich mein Gegenüber ernst nehme und frage.