Ganz ruhig
Echt schwer, wenn die Welt tobt. Von Spitzensportlern, Olympiagold und Heimat.
Echt schwer, wenn die Welt tobt. Von Spitzensportlern, Olympiagold und Heimat.
„Heimat ist der Ort, der mich zur Ruhe kommen lässt,“ hat kürzlich ein Freund gesagt. Wenn ich die Straße reinfahre, in der ich wohne, dann kommt da sowas wie Ruhe auf. Zuhause. Kann die Schuhe ausziehen. Schlapperlook an. Mich auf’s Sofa werfen. Mir Spaghetti kochen. Heimat?
Dann lese ich ein Bericht über die deutsche Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye, die bei Olympia Gold geholt hat. Sie beschreibt den Moment vor dem entscheidenden Stoß in etwa so: „Da wurde es ganz ruhig in mir. Ich wusste, mir kann gar nichts passieren. Ich bin von Gott geliebt. Das zählt und das gibt mir Kraft und Halt.“ Das ist Heimat, glaube ich, was sie da beschreibt. Ein absolutes Geborgensein mitten im Orkan. So erlebe ich es auch mit Gott. Wenn alles tobt, ich nicht weiß, wo oben und unten ist und anfange mit Gott zu reden. Versuche nicht auf meine Kraft zu setzen, sondern ihm zu vertrauen, weil er mich liebt, dann werde auch ich ruhiger. Es kommt nicht immer eine Goldmedaille raus, aber das Gefühl trotz allem Zuhause zu sein. Goldwert.
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