Gegen die Ohnmacht
Ein Blick in die Welt ist im Moment kein schöner. Da ist die Hoffnungslosigkeit nicht mehr weit. Aber sie muss nicht das Ruder übernehmen.
Ein Blick in die Welt ist im Moment kein schöner. Da ist die Hoffnungslosigkeit nicht mehr weit. Aber sie muss nicht das Ruder übernehmen.
„Ihr Könige und Fürsten, hört mir zu! Gott zu ehren will ich singen.“[1] Das ist ein Satz! Steht in der Bibel. Diese Worte passen gerade zu meinem Ohnmachtsgefühl und dem, was ich ihm entgegensetzen will. Die Könige und Fürsten dieser Welt, das sind für mich die Despoten und Diktatoren, die Krieg und Hass schüren, Menschen unterdrücken, Angst säen, in die eigene Tasche wirtschaften, ihr Ego über alles stellen und sich die Geschichte so drehen, wie es ihnen passt. Ihnen sei gesagt: Bei aller Macht, die ihr habt, ihr seid Menschen unter Menschen. Ihr habt euch das Leben nicht selbst gegeben und ihr werdet eurem Leben keinen Tag hinzufügen können, wenn die Zeit gekommen ist. Mir hilft so ein innerlicher Aufschrei. Wenn ich die Nachrichten höre, dann überfällt mich eine große Ohnmacht, das Gefühl handlungsunfähig zu sein. Auch wenn ich an den äußeren Umständen nichts ändern kann, dann kann ich doch innerlich aufbegehren. Das mobilisiert meine Abwehrkräfte gegen das Böse. Gegen das, was diese von Gott gut gemeinte Welt, in ihr Gegenteil verkehrt. Was das Schöne und Gute nicht zulässt aus Eitelkeit und Machtstreben. Ich glaube, dass Gott diese Welt trotz allem gut gemacht hat. Und will diesen Machthabern wenigstens in meinem Inneren keinen Raum geben, sondern gegen die Grausamkeiten dieser Welt ein Loblied auf Gott singen, als Zeichen, weil er größer ist.
[1] Richter 5,3a
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Das Thema Macht:
Wann ist jemand mächtig und wann ist es auch gut so.
Ich bin sicher, dass in Gottes Welt (nennen wir es Himmel (oder einer der 7? Himmelsregionen)), das Thema Macht auch eine grosse Rolle spielt. Viele Christen denken nicht viel darüber nach, ob Gott auch eine Entwicklung durchgemacht hat um a) zu Macht zu kommen und b) mit Macht auch ethisch hochwertig umgehen zu können.
Ich töte fast jede Fliege, aber ich ändere das auch langsam mein Verhalten und mach mir die Mühe sie möglichst ans Freie zu geleiten.
Jesus hat sich z.B. bei der Folterung auch mal der Unmacht (Gefühl machtlos zu sein, klein begrenzte Macht) ganz bewusst ausgesetzt, weil die Unmacht von den allermeisten Menschen öfter und regelmässiger erlebt wird, als die Macht. Danke Jesus.
Nehmen wir an, dass Jesus einen Bruder im Himmel hat. Der wäre nie bereit so was zu machen wie Jesus: So ein niedriges Menschenwesen zu werden und sich foltern, verspotten und töten zu lassen von denen, die doch aus der himmlischen Perspektive nicht mehr sind als begrenzte und bedauernswerte Kleinwesen (oder so ähnlich).
In Facebook begegnet mir das Streben nach Machtgefühl, in der Macht des Bürgers beim Schlechtschreiben von Politikern (Macht billig spüren). Wären sie selbst in der gleichen Verantwortung, würde die meisten würden schon nach 3 Wochen des psychischen Drucks schon die Luft rauslassen. Sie würden evtl. aus Angst oder wegen der Unbequemlichkeit dieses Politiker-Jobs gar nicht erst die Verantwortung annehmen.
Jesus ist auch nicht in die Politik gegangen, aber das hatte andere Gründe. Jesus weiss: Wenn Du die Menschen im Herz nicht erreichst, nützt es wenig, sich abzumühen.