Geschärfter Blick

Die Adventszeit plätschert so vor sich hin, dabei kann sie so wertvoll sein. Wenn ich meinen Blick schärfe.

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Lebkuchen und Christstollen. Buttergebäck, Zimtsterne und Marzipan. Schon seit September füllen sie die Supermarktregale. Jetzt ist der Advent da und es fühlt sich an, als könnte jetzt ganz offiziell geschlemmt werden. Dabei ist die Adventszeit eigentlich eine Fastenzeit. Mir fällt das Fasten generell schwer. Wenn ich weiß, dass ich etwas nicht essen soll, habe ich ganz besonders Lust darauf und kann an nichts anderes mehr denken. Beim ersten Zimtstern, der mir über den Weg läuft, knicke ich ein. Ich glaube nicht, dass Gott mein Fasten braucht. Dass er mich testen will, wie sehr ich widerstehen kann. Aber: Auf etwas zu verzichten, kann meinen Blick schärfen. Mir zeigen, wie abhängig ich von manchen Dingen bin. Kann mir helfen, einem Ziel bewusster entgegenzugehen. Es kann mich entlasten, weil mir genügt, was ich habe. Ich werde es nicht schaffen, in der Adventszeit zu fasten. Aber schon, dass ich es weiß, hilft mir, es zu begreifen: Jetzt ist eben doch erst Advents-, also Fastenzeit und Weihnachten dann ist etwas ganz Besonderes. Etwas Großes. Etwas Einmaliges. Etwas, das das Leben verändert. Ganz bewusst darauf zuzugehen, bietet mir die Chance, dass ich das ganz neu für mich entdecke. Selbst nach vielen Advents- und Weihnachtszeiten.