Gönn‘ dir was

Mensch geht es uns gut! Keine Selbstverständlichkeit.

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Sommerurlaub gebucht! Fröhlich komme ich aus dem Reisebüro. Ich schlendere durch die Fußgängerzone. Coole Sommerklamotten schauen mich schon aus den Schaufenstern heraus an. Und vor dem ein oder anderen Schaufenster, in Passagen und unter Vordächern, da sitzen und liegen Menschen, die betteln. Auf dem nackten Boden oder in dreckigen Schlafsäcken. Die Freude an meinem gerade gebuchten Urlaub trübt sich etwas. Ich habe ein schlechtes Gewissen. Hier begegne ich armen Menschen und ich kann es mir leisten, dem allem den Rücken zu kehren und in den teuren Sommerurlaub zu fliehen. Aber nein! Schlecht will und muss ich mich deshalb nicht fühlen. Denn auch ich habe sie verdient – diese Auszeit vom Alltag. In der Bibel weist Jesus darauf hin, dass ich meinen Nächsten lieben soll wie mich selbst. Ich darf und muss bei mir anfangen. Darf mir Gutes tun. Und wenn ich viel arbeite, dann darf ich mir auch etwas gönnen. Wichtig ist aber, dass ich bei mir nicht stehen bleibe. Dass ich bei all dem, was ich mir Gutes tue, nicht vergesse, dass es anderen Menschen um mich herum eben nicht so geht. Und auch ihnen darf und soll ich ab und an etwas Gutes tun.