Hab (k)einen Durst!

Kaffee, Tee, Cola, Bier? Die Getränkekarte ist lang. Aber längst nicht genug.

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Komisch: warum gibt’s im Deutschen kein Wort dafür, dass man genug getrunken hat? Sowas wie „trinksatt“. Vielleicht, weil der Mensch immer durstig ist. Im Sommer erst recht. Ich mag auch die biblische Geschichte, in der es um Durst geht. Jesus kommt an einen Dorfbrunnen und trifft dort auf eine fremde Frau. „Schöpf mir Wasser“, bittet er sie.  Klingt schräg und erst recht mit  antiken Ohren. Denn: Ein Mann spricht eine FREMDE FRAU an und die ist ALLEIN Wasserholen. In der MITTAGSHITZE. Normalerweise waren Frauen gemeinsam und früh morgens am Brunnen. Diese Frau war wohl eine Ausgestoßene. Daher ist sie erst irritiert, dann perplex: Jesus, den sie für einen Religionslehrer hält, weiß Details aus ihrem komplizierten Leben, über ihre vielen Ex-Männer. Und: Er verurteilt sie nicht. Wie alle anderen. Dafür sagt er:  Wenn du wüsstest, wer ich wirklich bin, würdest du MICH um Wasser bitten. Du wärst nie mehr durstig. Schon klar, Jesus spricht bildlich: Von Gott, der so ganz in uns sein will. Wie eine Quelle, die immer weiter sprudelt. Und den Durst stillt. Den, den keine 10 Kisten Wasser schaffen.