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Kannst du kurz helfen, bitte? Na klar, ich helfe gerne. Vor allem, wenn ich helfen darf. Aber liegt jemand verletzt auf der Straße, hab ich keine echte Wahl. In Deutschland bin ich sogar gesetzlich verpflichtet, einem Verletzten zu helfen. Und wenn ich dabei Fehler mache? Ist das immer noch besser, als aus Unsicherheit gar nichts zu tun. Auch Jesus war das wichtig. Seine Freunde und Fans sollten nicht nur hohle Phrasen von sich geben. Sondern, so wie er, mit offenen Augen durch die Welt gehen und die Not anderer Menschen nicht an sich abperlen lassen. Sondern mitfühlen, mit anpacken, die Not anderer lindern, wo es geht. Barmherzig sein, nennt Jesus das. Ja, das kostet Überwindung. Bei einem Unfall stehen zu bleiben. Vielleicht der Einzige zu sein, der den Notruf wählt, statt zu gaffen. Sich trauen, andere Passanten um Mithilfe zu bitten. Zum ersten Mal eine Herzdruck-Massage zu machen. Ob ich das im Ernstfall packe? Mein erster Schritt in diese Richtung war neulich ein Erste-Hilfe-Kurs. Mein erster, nach vielen, vielen Jahren. Der hat mir schon mal geholfen.

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