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Es ist anstrengend, es erfordert Mitdenken und manchmal auch Toleranz und Bereitschaft zur Einsicht. Ganz schön viel. Bringt aber auch viel.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich bin der Meinung, dass die Kommunikations-Kultur wirklich Menschensache ist. Es ist doch echt die Frage, was wir als Menschen tun sollen (z.B. Tieren Tiernamen geben, das ist top biblisch) und in welchen Stellen Gott da reinwirken will oder gar nicht reinwirken will.
    Gott ist für mich in vielen Bereichen ein Beobachter.
    Im Geist Gottes sollten wir unterwegs sein, das hilft auch.
    Die Herleitung, welche Argumente nun wie zur Geltung kommen sollen, ist Menschensache. Und es gibt oft eine Verbohrtheit, die Menschen gar nicht registrieren. Sie haben von ihren Eltern was gelernt und das meinen sie, sei grundlegend schon mal richtig.
    Auch ich muss mich hinterfragen.
    Ist das was ich schreibe, richtig oder nur eine Prägung, die ich abbekommen habe.
    Wofür man sich nun selbst rühmen kann, das steht auf einem anderen Blatt. Man kann sich rühmen, wenn einem eine echte wertsteigernde Meinungswandlung gelungen ist, z.B. nach einer Leidenszeit.
    Gut ist auch, wenn man seinem Bauch vertrauen kann.
    Wenn was komisch ist im System, meldet sich meistens was im Bauch.
    Aber wie dann richtig reagieren?
    Ein Chef bei Por. sagte mir mal: Herr S., stellen Sie sich meine Situation vor. Ich muss Ihnen eines auf den Kopf hauen und habe 10 Schlegel vor mir: Nehme ich einen Schlegel zu gross, werden Sie sagen oder denken: Was für ein Arschloch. Nehme ich einen zu kleinen Schlegel: Ach was will der schon mit dieser Entscheidung erreichen? Gar nichts.
    So ist zwischenmenschliches Miteinander schwierig und Menschen-Führung eine hohe Kunst.

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Wollen wir das überhaupt hören? Egal ob in der Politik, im Verein oder der in Kirchengemeinde: Wer sich haupt- oder ehrenamtlich in Entscheidungsgremien engagiert, muss Entscheidungen treffen. Mal allein, mal im Team. Und im Team bedeutet das, diese Entscheidungen gemeinsam zu tragen. Kritik gehört dazu und finde ich auch wichtig. Aber was, wenn Kritiker die Gründe für eine Entscheidung gar nicht hören wollen? Die bestehende Meinung sprichwörtlich in Stein gemeißelt ist? Natürlich kann man anderer Meinung sein und dagegen argumentieren. Aber dass jemand die Gründe für eine Entscheidung überhaupt nicht wahrnimmt oder schlicht ignoriert, macht ein Miteinander im Grunde unmöglich. In der Bibel entdecke ich, wie Jesus solche festgefahrenen Bilder aufbrechen will: „Liebt eure Feinde!“ sagt er. „Schätzt den Geringsten unter euch wert!“ Ich glaube, das macht Zuhören wieder möglich, verhindert unüberwindbare Gräben und kann viel Misstrauen auch wieder aus der Welt schaffen, wenn wir im anderen nicht den Feind, sondern einen Menschen sehen, der es vielleicht auch nur richtig machen will.