Ist Glaube wirklich unsichtbar?

Sehe ich nicht. Gibt’s nicht. Aber vielleicht sehe ich es ja doch. Ich muss nur mal richtig hinschauen.

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Letztens auf einer Feier. Ein Bekannter diskutiert mit mir über Glauben und Kirche. Wie so oft. Irgendwann sagt er: „Weißt Du, ich finde den Glauben faszinierend. Ich hätte ihn auch gerne. Aber ich kann an nichts glauben, was ich nicht sehe.“

Diese Worte treiben mich seitdem ein bisschen um. Denn, ich denke, so geht es vielen Menschen. Sie wollen wirklich gerne an diesen Gott glauben. Aber aus irgendeinem Grund können sie sich nicht darauf einlassen. Auf der einen Seite tut es mir wirklich leid, wenn Menschen diesen Glauben nicht annehmen können, wie mein Bekannter. Vielleicht könnte ihm helfen Gott auf die Spur zu kommen in dem er bewusster durch die Welt geht. Sich überlegt, wie alles um ihn herum entstanden sein könnte. Wie faszinierend die Abläufe in Natur und seiner Umgebung funktionieren. Wie großartig, einzigartig und unwahrscheinlich gut die Zahnräder im Leben aufeinander abgestimmt sind, ohne dass der Mensch etwas dafür leistet. Auf der anderen Seite denke ich, wie selbstverständlich es für mich geworden ist, glauben zu können. Auch das ist nicht gut. Ich sollte dankbarer sein und genau das Gleiche tun wie mein Bekannter. Nicht einfach davon ausgehen, dass dies selbstverständlich ist.