Jetzt gilt!

Benehmen und Anstand sind ehrenwert, aber manchmal stehen sie einer guten Zukunft auch im Weg.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Das ist ein sehr wertvoller Beitrag.
    Denn dieser Beitrag spricht das Elementare an: Will ich Gott?
    Ich sah mir den Portrait-Film von Janis Joplin (eine junge Sängerin, die recht jung an übermässigem Heroin-Konsum starb). Sie hatte einen Song, in dem sie Gott anflehte, sie doch bitte nicht zu verlassen. Man sagt ihr nach, dass sie mit Gefühlen sehr offen und ehrlich umgegangen ist, besonders in ihren Liedern. Sie konnte sich alleine schlecht aushalten. Sie wollte Gott!, das war völlig klar. Schaut Gott auf ihr Flehen oder schaut Gott auf ihren blödsinnigen Drogenkonsum (als Bewertungskriterium zu ihrem Leben)? Meine Antwort: Ihr echtes Flehen innerlich und das starke Verlangen nach Gott, könnten gereicht haben, dass Gott sie im Himmel haben will. In dem Fall: Ich will einen gnädigen und barmherzigen Gott.

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„Ich hatte nie Bock auf den und jetzt soll ich ihn um irgendwas bitten? Nee, das geht doch nicht, das kann man doch nicht bringen.“ Ich habe einem Bekannten erzählt, dass es sich vielleicht lohnen könnte für ihn, Gott um Hilfe zu bitten, weil der mehr draufhat als wir Menschen und als wir vielleicht von ihm denken. Fand er so im Prinzip nicht schlecht, aber nicht für ihn. Weil er noch was von Gott wissen wollte und sein Anstand ihm sagt, dass man ja wohl nicht den um was bitten kann, auf den man ein Leben lang gepfiffen hat. Klar, wenn’s um Anstand geht, ist das vielleicht blöd. Aber angenommen Gott würde auf unseren Anstand pfeifen und sagen, jetzt sei nicht blöd, komm doch und frag mich, ich will doch für dich da sein – dann könnte ich es doch wagen und ihn bitten, mir zu helfen, Hoffnung zu geben, wo ich keinen Ausweg sehe; Kraft, wo ich am Ende bin. Oder was ich eben gerade brauche. Weil es Gott laut Bibel egal ist, was war. Entscheidend ist, was jetzt ist. Ob ich jetzt will. Ob ich ihn jetzt will.