Kräfte geboren

In der Ruhe liegt die Kraft, sagt der Volksmund. Darin liegt viel Wahrheit, aber erst wenn wir es auch tun, haben wir etwas davon.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich gebe es offen zu.
    Ich bin verunsichert. Ich bin selbst Handwerker (überwiegend) und habe schon oft Firmen erlebt, die Sonntags arbeiten, weil z.B. am Montag die nächste Firma kommt und diese Arbeiten als Vorbereitung voraussetzt.
    Firmen mit überwiegend muslimischem Hintergrund, schützen den Sonntag natürlich nicht besonders stark, da wird schon mal eine Wand gestrichen, die auch am Montag noch gestrichen werden könnte.
    Ich selbst erlebe im Sonntag eine ganz bewusste Möglichkeit, mich ausruhen zu dürfen. Ich entspanne voll am Sonntag. Es ist wie ein Freischalten des inneren Seins, dass man ruhen darf an diesem Tag. Geheiligt ruhen, sozusagen (aber ich strafe mich auch nicht, wenn ich beim Ruhen „versagt“ habe).

    Antworten

Kommentieren

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Manuskript / Download
Kräfte geboren als Manuskript-Datei runterladen

„Bis kurz vor Mitternacht werkelten wir, nur um noch fertig zu werden, bevor der Sonntag kam, denn am Sonntag hieß es: Sonntagsruhe“, so schildert ein älterer Mann seine Kindheit. Seine Eltern legten äußersten Wert auf die Sonntagsruhe. Das sollte mir mal gelingen! Es gibt immer etwas zu waschen oder vorzubereiten oder der lästige Papierkram wartet. Aber auch die vielen Termine am Sonntag, die ja nur am Anfang der Pandemie völlig entfielen, tragen nicht zur Sonntagsruhe bei. Es geht hin und her. Auch in meinem Kopf und in mir drin. Dabei muss mir nicht erst die Bibel sagen, dass ich an einem Tag der Woche etwas Ruhe brauche, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand. Irgendwo habe ich neulich gelesen, dass Sonntagsruhe nicht Nichtstun meint, sondern an Gottes Ruhe teilzuhaben. Was macht Gott am siebten Tag, wenn er ruht, nachdem er Himmel und Erde geschaffen hatte, wie es die Bibel erzähl? Er ruht, indem er den Tag segnet und heiligt. Er gönnt sich was – eine Auszeit, weil er gut gearbeitet hat, weil er zufrieden ist, mit dem was er sieht, weil er wertschätzt, was er getan hat, was möglich war, was ihm eingefallen ist und wie er es gelöst hat. Die Bedeutung des siebten Tages liegt nicht in der Ruhe, sondern im Nachspüren dessen, was war. Dafür braucht es eine besondere Zeit. Eine heilige Zeit. In diesem Wertschätzen werden neue Kräfte geboren