Leben ist nicht leben

Ein wachsamer Blick und helfen können, kann dankbar machen.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Der Bettler
    Der Geldgeber
    Es besteht ein deutlich sichtbares Gefälle. In Konstanz soll es eine Frau geben, die ein Eigenheim (Haus) besitzt, aber trotzdem sehr raffiniert betteln geht. Dummes Gerede von anderen oder Wahrheit?
    Was ist Wahrheit? Wahrheit ist, dass da ein Mensch sitzt, bedauernswürdig ausschaut und bettelt. Es könnte auch ein Sppiioon aus Ruussslannd sein, der etwas beobachten soll.
    Wahrheit sind die Gedanken, die sich Dominic macht. Diese Gedanken sind real vorhanden und werden in dem Beitrag an die Öffentlichkeit weitergegeben.
    Nun aber eine ganz spannende Frage: Nutze ich das Elend, um „das Gute“ noch attraktiver zu machen, als es ist?, mein Gedanke 1
    Nun Gedanke 2:
    Im Studium kannte ich einen Mitstudenten: Ihm ekelte es vor seinen inneren Prozessen, als er fast verhungerte Kinder in Afrika fotografierte. Mich faszinierte an dieser Person, dass sie sich über ihre eigenen Gefühlsregungen Gedanken macht und sie als scheusslich bewertete, obwohl er diese Gefühlsregungen hatte. Er nannte den Effekt „die Ästethik des Leides“, dass er da fotografieren wollte.
    Dieses reflektierende Verhalten (über Gedanken und Gefühle) ist wichtig, damit sich ein Mensch ändern kann!

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Ich laufe durch die Stadt. Ein schöner Nachmittag. Blauer Himmel, Sonne, etwas Wind. Ich genieße die Zeit. Menschen um mich herum essen Eis, schimpfen mit ihren Kindern, pfeifen vor sich her, essen was vom Imbissstand. Plötzlich fällt mein Blick auf den Boden. Direkt neben einem Geschäft sitzt ein älterer Herr auf dem Boden. Etwas zerlumpt, etwas ungepflegt, wenig Zähne im Mund. Zerfurchtes Gesicht. Bettelnd schaut er die Menschen an. Eine kleine Dose mit ein paar Cent steht vor ihm. Wie grausam muss es ein, aus dieser Perspektive das Leben um sich herum wahrnehmen zu müssen. Der Mann tut mir leid. Sicher hat er sich sein Leben auch anders vorgestellt. Wahrscheinlich kann er sich auch gar nicht mehr vorstellen, dass es je anders aussehen wird.  Wie trostlos. Zu wissen, dass man bis an sein Lebensende eigentlich nicht mehr wirklich leben wird. Gerne würde ich ihm helfen. Dabei helfen, dass er das Leben nochmals als ein Geschenk Gottes sehen kann und es wirklich lebt, anstatt andere um Hilfe anbetteln zu müssen. Nachdenklich lege ich ihm ein paar Euro in die Dose. Er bedankt sich und seine leeren Augen schauen wieder auf die Straße. Bedrückt, nachdenklich, aber eben auch sehr dankbar für das, was ich habe, setze ich meinen Weg fort.