Nah dran

Müssen wir wirklich auf einen Berg, um Gott nahe zu kommen?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Mit welcher Motivation gebe ich oder die Radiosprecherin Kerstin „die Botschaft von Gott“ weiter? Bei Kerstin kann ich nur spekulieren, bei mir kann ich es genauer sagen und muss aber hier in der Öffentlichkeit nicht unbedingt alles preisgeben, was für mich relevant ist.
    Ich hatte grosse Probleme, mir vorzustellen, wo Gott ist und wie Gott wirkt und wie Gott bei einem einzelnen Menschen wirklich «verfügbar» ist.
    Ich habe nicht auf alles eine Antwort, aber ich bin ein Mensch (und auch noch Neues erschaffender Ingenieur), der mit gewissen Sinnen und Denk-Möglichkeiten ausgestattet ist und nutze dies.
    Gott kann mehr sein, Gott kann weniger sein und wenn ich so Sendungen in Arte anschaue, dann ist die Hand des Menschen (als nur ein Körperteil) alleine schon extrem komplex, aber ein Schöpfer oder geistreiche Schöpfungswesen dahinter, werden nicht mal erwähnt (diese Wissenschafts-Schovis).
    Die Hand ist aus Flossen-Kriechtieren entstanden, aber so intelligent, dass es sich scheinbar nicht mal lohnt, von einem möglichen Schöpfergott zu reden.
    Ein Streitgespräch mit einem Prediger, der für seine Predigt mal (Klatschen mit mehrfachem Aufstehen der Leute bekam, habe so was noch nie erlebt vorher! Echt ein super Typ, sieht aus wie Vater Abraham, nur ohne Schlümpfe): «Wenn Du nicht glaubst, dass Gott diese Schöpfung in 6 Tagen erschaffen hat, dann glaubst Du an die Evolutions-Theorie», sagte er zu mir. Ich sagte, «Warum wird hier ein religiöses Tribunal in Gegenwart des momentan höchsten Gemeindeleiters aus meiner Meinung gemacht wird? Warum muss ich mich für Schöpfung oder Evolution entscheiden? Es kann beides falsch sein». Sie (2 erfahrene Prediger) schauten betröbbelt und liesen von mir ab. Ihre Gedanken hätte ich gerne gelesen, in wieweit sie Fundis sind.
    Meine Antwort, wo Gott momentan lebendig sein könnte: In allem was eine DNA hat. Daran glaube ich zwar nicht voll, aber es wäre zumindest so in der Form denkbar möglich. Grosser Gott in vielen winzigen Sachen doch ganz gross und dadurch extrem handlungsfähig.

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Neulich war ich in den Bergen. Und schwer beeindruckt. Wie wunderschön und mächtig die Berge sind! Dort oben habe ich mich dem Himmel wirklich nah gefühlt. Kein Wunder, dass Menschen schon immer auf Berge gestiegen sind, wenn sie Kontakt zu Gott gesucht haben. Die Bibel erzählt von vielen entscheidenden Berg-Momenten zwischen Gott und den Menschen. Eine Frau soll Jesus sogar mal gefragt haben: Wo soll man denn nun Gott anbeten? Unsere Vorfahren sind dafür auf diesem Berg gegangen, ihr Juden sagt, man darf das nur in Jerusalem. Jesus hat ihr geantwortet: Das spielt bald keine Rolle mehr. Wichtiger ist, dass ihr von Gottes Geist erfüllt seid! Aber wie geht das? Meine Erfahrung ist, es ist eigentlich ganz einfach: Gott ist überall, wie die Luft. Ich kann ihn einfach ansprechen. Laut oder in Gedanken, in der Küche oder unterwegs im Auto. Gott hört das und oft meine ich, er antwortet mir auch. Durch andere Menschen, durch Gedanken, die mir plötzlich kommen, oder einen Regenbogen am Himmel. Das verändert mein Leben und macht mich stark. Weil ich spüre: egal ob ich gerade auf dem Berg oder im Tal unterwegs bin, Gott ist nicht irgendwo da oben, sondern in jedem Moment an meiner Seite.