Liebe ist hart

Liebe. Das klingt nach viel Glück, lachen und sich freuen. Liebe kann aber auch hart sein.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich glaube daran, dass Gottes Liebe da ist. Ich glaube daran, dass Gottes Liebe auch zum Leiden bereit ist, weil eben Jesus das vorgelebt und vorgestorben und vor-auferstanden hat. Liebe ist das Höchste im Universum.
    Es wird gerne davon gesprochen, dass Gott liebt. Aber oft reisst aus meiner Sicht der „Liebes-Faden“ ab. Gemeint ist damit, dass nicht ausreichend gut argumentiert wird, worauf sich die Liebe Gottes begründet. Es gibt da den Schöpfungsansatz (z.B. was Tolles gemacht wurde und was in unserem Gewissen einprogrammiert ist.). Es gibt da den Ansatz „Und Gott sprach: …“ (wobei da Missbrauch im Spiel sein kann) und es gibt den Ansatz, dass sich durch Jesus Christus seine Liebe gezeigt hat (und da keine direkten Texte von Jesus existieren, sondern nur, was man über ihn berichtet). Durch und durch ist Liebe nicht zu erkennen, auch nicht, dass es Gott gelungen ist, irgendwo mal so was wie eine Liebes-Gesellschaft zu gründen (sprechen wir von Zeiträumen länger 10 Jahre). Auch die Schranken einhalten, wann Liebe eben kein Sex werden darf und wann Liebe guten Sex ergeben soll. Ich weiss auch nicht, ob es je eine Urgemeinde oder Sekte geschafft hat, Liebe nach Idealvorstellungen umzusetzen. Besonders im Alten Testament geschieht viel, einfach so nach der Willkür von Menschen. David der sich eine bestimmte Frau schnappt, sogar mehrere Frauen, Saul, der sich überhebt, Priester und Richter, die daneben handeln oder keinen stabilen und unbestechlichen Charakter zeigen. Im Neuen Testament wird Jesus ständig von Missgunst der etabliert Gläubigen begleitet.
    Liebe ist nicht hart. Liebe macht sich verletzlich, sobald sie liebt. Liebe kann Leiden auslösen. Liebe kann Hass auslösen, wenn sie enttäuscht oder hintergangen wurde. Vergebung leben in verfahrenen Situationen, kann Liebe sein. 5e gerade sein lassen, kann Liebe sein. Paulus hat es ganz gut aufgezählt, was Liebe ist. Ohne ihn hätte ein Vollblut-Liebes-Theologe im Kreis der Jünger gefehlt. Liebe macht sich verletzlich, sobald sie liebt.

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Natürlich habe ich schon mehr als ein Mal erzählt: Gott ist die Liebe. Gott liebt jeden und jede. Jede und jeden? Da brauche ich nicht erst an den Diktator, den Vergewaltiger oder die Mörderin denken, um zu merken: das ist schwer. Nein, für mich ist es schon schwer vorstellbar, wenn ich an die denke, die aus Frust Müllkörbe anzünden oder Fahrräder klauen. Gott liebt sie und alle, die unter den Boshaften leiden. Die zu Opfern gemacht werden. Natürlich, liebt er auch sie, ganz besonders. Ich bekomme das manchmal nicht zusammen. Mir hilft dann der Gedanke: Lieben heißt auch leiden. Lieben ist hart und nicht immer leicht. Wer liebt, dem wird auch mal das Herz gebrochen. Der ist enttäuscht, verletzt, wütend, aber die Liebe bleibt. Mutter oder Vater eines Kindes zu sein, das gewalttätig wird, stiehlt, betrügt, andere verachtet, das ist hart. Und doch wird da Liebe sein. Verzweifelte, leidende Liebe. Bei aller Verachtung dessen, was geschehen ist. Die Liebe der Mutter oder Vaters bleibt. Bei uns Menschen ist das vielleicht nicht immer so. Umso wichtiger ist Gottes Liebe. Sie bleibt da, wirklich immer, unvorstellbar. Und sie kann manchmal der einzige Lichtblick sein.