Mag ich nicht!

Kinder können grausam sein. Grausam ehrlich. Tut weh, wenn sich Eltern echt Mühe geben.

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Warum tue ich mir das an? Stolz hole ich meinen Kürbis-Gnocchi-Auflauf aus dem Backofen. Einkaufen, Wäsche waschen, Bad putzen, die halbe Steuererklärung, kochen, die Kinder pünktlich aus dem Kindergarten holen – alles habe ich an einem Vormittag geschafft. Und gerade mal mit Sekundenversatz klingeln der Wecker am Backofen und die Türglocke, die mein Schulkind ankündigt. Stolz wie Pavian, dass ich das alles so bravourös gemeistert habe, hol ich meinen Auflauf aus dem Ofen und es geht los. „Bah, wie sieht das denn aus. Das esse ich nicht!“ urteilt der erste. „Was riecht hier so komisch! Gibt’s wieder so was Komisches?“ ruft der zweite aus dem Flur, der nicht mal seine Schuhe aus hat. Und der Jüngste sorgt für das Krönchen: „Papa, warum keine Pizza?“ Ich möchte schreien. Jetzt das Krasse: Wann immer es mir gelingt dies nicht zu tun, merke ich, das ihre Ablehnung eigentlich nichts mit mir zu tun hat und habe die Chance rauszubekommen, was sie tatsächlich alles beschäftigt. „Lasst alles was ihr tut in Liebe geschehen“, rät einer in der Bibel und das ist unfassbar schwer. Aber ich glaube nur so, lässt sich der Kern von Ärger, Gewalt oder Krieg wirklich lösen.