Mental gesund
„Mentale Gesundheit“ ist angesagt und wirkt für manche neu. Aber das ist sie nicht. Gott hat sie erfunden. Zu unserem Glück.
„Mentale Gesundheit“ ist angesagt und wirkt für manche neu. Aber das ist sie nicht. Gott hat sie erfunden. Zu unserem Glück.
„Was mir wichtig ist?“, sagt mir eine Freundin, „mentale Gesundheit: Was brauche ich, damit es mir gut geht und wie muss ich mit mir umgehen? Was hat mich zu der gemacht, die ich bin? Warum ticke ich, wie ich ticke? Wie komme ich mit meinen Unzulänglichkeiten klar? Was kann ich tun, wenn ich einen Bock geschossen habe? Warum regen mich manche Menschen total auf?“ Mentale Gesundheit heißt das heute und ist, glaube ich, wirklich wichtig: sich selbst auf die Spur kommen. Warum bin ich, wie ich bin? Was hat mich dazu gemacht? Was kann ich ändern, wie komme ich mit dem zurecht, das ich nicht ändern kann? Mentale Gesundheit hieß früher Seelsorge und hat die Kirche gemacht. Aber ausgedacht hat sie sich das nicht, gab’s schon in der Bibel. Dass Gott sich aus tiefstem Herzen um unsere Seele sorgt, sich für uns wünscht, dass wir mental gesund sind. Und er hat versprochen: Wenn wir uns an ihn wenden, will er unsere Verletzungen heilen. Auf dieses Versprechen können wir ihn festnageln.
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Damals wunderte ich mich, warum das Thema „Seelsorge“ so viel Raum einnimmt innerhalb der evangelikalen Szene. (Bei den Katholiken ist es ja die Beichte oder das Gespräch mit dem Priester.).
Ich machte damals sogar die Ausbildung zum „Begleitendenden Seelsorger“ mit Zertifikat und die weitere Weiterbildung hätte zur Tätigkeit zum Seelsorger-Heilpraktiker möglich gemacht. Die machte ich nicht. Ich wollte eigentlich vorrangig mehr selbst erfahren über mich.
Mir ist aufgefallen, dass die Bibel nicht direkt Seelsorge-Kenntnisse vermittelt, sondern eher in Richtung Zielvorgaben unterwegs ist. Gewisse Zielvorgaben sind da aber oft so, dass man damit zunehmend auch zum Schaf unter Wölfen werden kann, wenn man z.B. die Zielvorgabe „Friedfertigkeit“ herauspickt (oder konsequente Friedfertigkeit).
Neue Trends brauchen neue Wörter. Mentale Gesundheit zielt darauf ab: „Wie werde oder bleibe ich gesund?“ Dazu muss man dem Gegenüber auch mal klar die Grenzen zeigen oder einen gesunden Egoismus leben, so verstehe ich es.
Eigentlich müsste es heissen: „Finde heraus, wie man mental gesund sein kann und wird.“
Nun doch aber zu den Möglichkeiten, die Jesus hat, oder das Vertrauen auf Jesus.
Ich kenne bei Christen auch einen Seitenweg dieser Bewegung, der dann eher als Hokus-Posus-Fidibus zu bezeichnen ist. Es ist die Spannung, ob man selbst etwas tun muss, oder auf die verändernde Kraft durch Jesus Christus vertrauen darf.
Im Prinzip wird es einem nicht richtig beigebracht, wann man selbst aktiv werden muss und wann man sich auf die verändernde Kraft durch Jesus verlassen darf/muss/sollte/könnte. Aber Sie lieber Leser wissen es.
Mein Tip: Mit einem Gebet „Jesus hilf mir bitte“ selbst auf den Weg machen und an Stellen, wo man selbst nicht weiter weiss, wieder beten: „Jesus hilf mir jetzt bitte“.