Milliardenzukunft

Jede Medaille hat zwei Seiten. Aber wer nur eine anschaut, läuft Gefahr, ganz zu scheitern. Der Blick aufs Ganze hilft.

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Das Sondervermögen für die Bundeswehr ist beschlossene Sache. Mit 100 Milliarden Euro soll die Bundeswehr wieder fit gemacht werden. Eine Investition in die Zukunft? Befürworter sagen „ja“ und sehen in einer gut bestückten Bundeswehr Absicherung, auch durch Abschreckung, mehr Sicherheit für Deutschland und Europa. Kritiker hingegen sprechen von einer „Scheinsicherheit“. Wettrüsten sei schließlich kein Garant für echten, dauerhaften Frieden. Sie fordern mehr Diplomatie. Aber wie soll man derzeit mit dem russischen Machthaber Putin sprechen? Nicht mal der ukrainische Präsident Selenskyj kann sich derzeit Gespräche vorstellen? Als Christ höre ich jetzt Jesus, der in der Bibel zu bedenken gibt: „Wer zur Waffe greift, wird durch Waffen umkommen.“ Denn klar, wer Waffen besitzt, muss sie gegebenenfalls auch einsetzen. Die ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, sagte vor kurzem: Es sei derzeit schwer Pazifistin zu bleiben. Und da ist etwas dran. Dennoch wünsche ich, wir würden mindestens so viel Geld, wie wir für die Nato und Rüstung ausgeben, in friedensbildende Maßnahmen, wie Klimaschutz oder Bildung investieren. Das hätte wirklich Zukunft!