Mord und Totschlag für Kinder?!

Gibt’s nicht schon genug Brutales auf der Welt? Brauchts da noch biblische Geschichten?

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ja es stimmt, dass es über die Bibel viele edle Verhaltensweisen zu lernen gibt.
    Ich tendiere mehr und mehr dazu, das Ethik-Potential der Bibel zu sehen und zu verstärken. Die Buchstabenreiter (alles soll wahr und ohne Fehler sein), gehen mir inzwischen auf den Keks. Die Bibel hat nicht die zugelaubte Qualität insgesamt. Und zu Risiken und Nebenwirkungen beim Bibellesen, wird sehr wenig beigebracht, da gibts nicht mal eine verfügbare Packungsbeilage.

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„Boah, warum erzählst du deinen Kindern denn biblische Geschichten? Die sind doch voll brutal!“ fragt mich eine Freundin kürzlich.  Ja, manches in der Bibel verstehe ich auch nicht. Mit machen Geschichten tu ich mich selbst schwer. Vieles war anders, im Leben und der Kultur der Menschen, vor vielen tausend Jahren. Und doch steckt in den biblischen  Geschichten etwas Zeitloses. Zum Beispiel in der Geschichte von Königin Esther. Sie setzt sich für bedrohte Menschen ein, obwohl es ihr selbst gut geht und riskiert dabei ihr Leben. Sie nutzt ihre Möglichkeiten, ihre Position und erhebt ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit. Was wäre, wenn wir uns von ihr inspirieren lassen würden?  Wie viel gerechter könnte die Welt werden, wenn jeder mit seinen Möglichkeiten etwas gegen Ungerechtigkeit tut? Vielleicht ist genau das der Sinn dieser alten Geschichten: dass sie uns ein Bild davon malen, wie diese Welt im besten Fall aussehen könnte. Für mich ist das ein guter Grund, sie auch meinen Kindern weiter zu erzählen.