Nenn’s beim Namen

Irgendwie ist alles… blöd. Oder schwer. Oder schlimm. Aber eben irgendwie, schwer zu fassen. Es lohnt sich, den Dingen auf den Grund zu gehen, um sie zu fassen zu kriegen.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Liebe Anja
    Vielen Dank für diesen Beitrag, denn es ist ein Thema, das extrem schwer zu behandeln ist.
    Ich habe Bekannte, um die ich mich seit Jahren kümmere. Einer davon ist in der Psychiatrie (Alters-Psychiatrie). Ich schätze ihn übrigens so intelligent ein, dass er durch „Geschichten“ immer wieder Gründe liefert, dass sie ihn dort behalten können: Für ihn vorteilhaft, wie Hotel, für die Einrichtung: Vorteilhaft, weil jemand für ihn begründet zahlen muss. Er schluckt über 20 Tabletten pro Tag, seit Jahren schon. Das ist aber ein anderes Thema.
    Ich diskutierte mit meinem (fundamentalistisch glaubenden) Pastor: Besessenheit eine Fehlinterpretation, in Wirklichkeit eine psychische Erkrankung, die man damals noch nicht so beschreiben könnte (und auch keine Medikamente hatte).
    Ich stellte die These auf (Thesen prüfe ich über Jahre durch Beobachtung):
    Meine These: In den psychiatrischen Einrichtungen sind ca. 3-8% der Menschen derart krank, dass man von Besessen reden kann (z.B. der Glaube von bösen Geistern bewohnt zu sein).
    Die Meinung des Pastors: Die Zahl schätzt er auf über 30% ein (aber ohne sich so mit konkreten Beispielen (objektiv) auszukennen, allein durch Bibel-treu-Glaube).
    Jetzt selbst weiterdenken.

    Antworten

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In der Bibel gibt es schon so in paar „Mystery-Geschichten“. Geschichten, die ein bisschen unheimlich sind. Eine erzählt davon, dass es einen Besessenen gab. Einen Menschen, vor dem alle Angst hatten, der wild um sich schlug, den man fesseln musste und der bei den Grabhöhlen wohnte. Jesus hatte keine Angst vor ihm. Er erkannte, dass dieser Mensch unter etwas litt, das wir heute als Krankheit bezeichnen würden. Und er fragte diesen Menschen nach seinem Namen. „Legion“ antwortete er. Doch das war nicht sein Name, sondern eine Bezeichnung für das, was ihn krank machte. Aber jetzt konnte er das Leid beim Namen nennen. So konnte Jesus diesem Menschen ganz konkret helfen und befreiten von seiner Besessenheit. Eine so seltsame Geschichte. Mir sagt sie, dass es wichtig ist, dass ich genau hinschaue, wenn mich etwas quält. Dass ich versuche, Worte zu finden. Der Sache einen Namen gebe. Sie konkretisiere und so kenntliche mache. Für mich, weil mir diese Klarheit hilft, aber auch für Gott, der mir, wie in dieser Geschichte, ganz konkret helfen möchte. Er ist dabei, wenn ich mich dem stelle, was mich umtreibt und krank macht. Davon erzählt mir diese Geschichte.