Rest Eistee

So ein Mist! Warum hab ich nicht… ?! Warum bin ich nur…?! Ja, warum eigentlich? Hätte ich mal!

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Während ich in meinem Auto warte, beobachte ich einen Mann. Er geht von Mülleimer zu Mülleimer und sucht darin nach Pfandflaschen. Auf einem der Mülleimer steht ein geöffneter Eistee- Tetrapack. Der Mann greift zum Eistee, zieht den Strohhalm raus, dreht ihn um und trinkt den restlichen Eistee leer. Ich bin angeekelt. Und erschüttert. Über die Not dieses Mannes direkt vor meiner Nase. Und ich ärgere mich: Über die Politik und über die Kirchen, die allesamt mehr tun müssten gegen soziale Ungerechtigkeit und Armut.

So sitze ich also in meinem Auto, und…. mache gar nichts. Forderungen an andere zu stellen, ist leichter. Besonders wenn ich dabei von meiner eigenen Bequemlichkeit ablenken kann.

Denn: In dieser Situation wäre ich gefragt gewesen. Ich hätte aussteigen und den Mann fragen können, ob ich ihm einen neuen Eistee kaufen darf. Ich hätte handeln können.  Ich hätte das tun können, was die Bibel Nächstenliebe nennt. Wenigstens im Kleinen. Ich habs nicht getan. Das bereue ich. Wenn ich den Mann wiedersehe, will ich es besser machen.