Saure Trauben

Müssen die Kinder ausbaden, was die Eltern verbockt haben? Oft scheint es so. Aber Gott sieht mich anders – und ich darf das auch.

1 Kommentar
Kommentare
  1. Joachim S.
    Joachim S. aus der Schweiz sagte:

    Ich gehe bei allem, was ich über das Bibellesen weiss, auch davon aus, dass das Schicksal eines Menschen nie vorherbestimmt ist.
    Jedes Schicksal darf sich wandeln.
    Jedes Schicksal darf sich zum Besseren verändern.
    Deshalb sind auch Zukunftsbefragungen nach meiner Einschätzung Gott ein Ärgernis (um es milde auszudrücken).
    Solche Zukunfts-Aussagen sind wie eine andere Macht über eine Situation. Gott will aber zum Guten führen und wir sollen das Böse besiegen und besiegen können.
    Da hilft auch nichts, wenn es positive Zukunftsaussagen sind, und selbst wenn sie in kirchlichen Kreisen stattgefunden haben (werfen wir hier mal das Wort Sekte rein).
    Wer Zukunftsaussagen für sich als Wahrheit akzeptiert, kann damit das umgehen, was Gott (variabel) gestalten will.
    Nur ist es sehr schwer für mich Joachim das jetzt zu begründen.
    Eine Begründung ist: Es wird immer um Deinen Glauben geworben. Die Bibel unterstützt keinen «Hokus-Posus», wusch und nun bist Du ein anderer Mensch.
    Der Status in «gerettet» oder «nicht gerettet» kann sich von einem Tag zum anderen ändern, aber mit Verhaltensänderungen dauert es trotzdem lange.
    Und wenn sich Dein Status in der geistlichen Welt (Engelswelt) ändert, so bleibe trotzdem vorsichtig. Jesus liefert da das Beispiel mit dem geputzten Haus (böser Geist ist raus), aber es droht trotzdem «ein Nachspiel», wenn man nicht aufpasst.
    Womit muss man aufpassen? Ja, auf all diese Verlockungen und Verführungen nicht hereinzufallen, die es parallel immer gibt.

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Es ist einfach unfair, wenn der eine Mist baut und ein anderer das ausbaden muss. Noch unfairer ist es, wenn Eltern oder ein Elternteil so großen Schaden anrichten, dass noch die Kinder darunter leiden. Zum Beispiel Schulden machen oder Straftaten begehen, die es unmöglich machen, dass Kinder bei den Eltern aufwachsen können oder weil sie abhauen und die Kinder im Stich lassen, weil sie sie schlagen, ihnen Gewalt antun. In der Bibel gibt es ein eindrückliches Sprichwort: „Die Väter haben saure Trauben gegessen, aber den Kindern sind die Zähne davon stumpf geworden.“ Die Kinder baden aus, was die Eltern angerichtet haben. Noch schlimmer, die Kinder werden auf das, was ihre Eltern Schlechtes getan haben reduziert. Gott macht diesem Sprichwort allerdings einen Strich durch die Rechnung. Er verspricht, dass dieses Denken bei ihm keine Chance hat. Gott trägt nicht nach, rechnet nicht an, behandelt einen nicht, nachdem was andere getan habe. Gott legt uns nicht auf ein bestimmtes Schicksal fest. Er will, dass alte Muster durchbrochen werden. Dass jeder die Chance hat, er oder sie selbst zu werden. Wenn Gott auf den Menschen schaut, dann sieht er nur auf das, was jeder Einzelne aus den Möglichkeiten macht, die ihm offenstehen. Und wenn Gott mich nicht festlegt, dann will ich mich selbst auch nicht auf mein vermeintliches Schicksal reduzieren und lieber die Möglichkeiten sehen, die mir gegeben sind.